Sabine Kodatsch

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Warum im Frühling Blumen aus der Erde kommen: Schneeglöckchen & Co. einfach erklärt – mit Tobi aus „Aufregung im Eichenwald“

von | 27. Dez. 2025 | 0 Kommentare

Stell dir vor, du spazierst mit Tobi, dem kleinen fliegenden Steinpilz aus Aufregung im Eichenwald, durch den Wald. Die Luft ist noch frisch, die Sonne blinzelt, und plötzlich – da sind sie! Kleine weiße Glöckchen, zarte lila Sterne, gelbe Tupfer: Schneeglöckchen, Krokusse, Narzissen. Aber wie zaubern die sich eigentlich aus der Erde? Und wohin verschwinden sie nach ein paar Wochen wieder?

Auch wenn Aufregung im Eichenwald keine Frühlingsgeschichte erzählt, nehmen wir Tobi, seine Vogel-Freunde, den Igel und das Eichhörnchen an die Hand und schauen gemeinsam wie echte Natur-Detektive unter die Erde. Tobi würde sagen: „Los, wir lösen das Rätsel der Frühlingsblumen!“

Mein Kinderbuch „Aufregung im Eichenwald“

Buchcover: Aufregung im EichenwaldMein Kinderbuch handelt von einem kleinen Steinpilzjungen namens Tobi, der eine besondere Gabe besitzt: Er kann fliegen! Diese seltene Fähigkeit zum Fliegen hat nur er. Leider wird Tobi von den anderen Dorfkindern ausgeschlossen, weil er anders ist und fliegen kann. Tobi hat nur eine Freundin und seine Schwester, die zu ihm halten.

Eines Tages versteigt sich das kleine Eichhörnchen Karli in einem hohen Baum und kommt nicht mehr allein herunter – alle sind ratlos, wie sie Karli helfen können. Jedoch bald sind sich  die Dorfkinder einig: Es kann nur einer Karli helfen – der kleine Tobi. Doch wird der Steinpilzjunge helfen?

Im Anhang des Kinderbuchs können die Kleinen noch Malen, Basteln, Rätseln und kindgerecht über einige Pilzsorten und Kastanien lernen.

Das Kinderbuch ab 4 Jahren enthält zahlreiche, von mir gefertigte, Illustrationen. Es werden Werte wie Mut, Toleranz, Verantwortung, Empathie, Ehrlichkeit, Selbstvertrauen, Gerechtigkeit und Dankbarkeit vermittelt.

Geheime Vorratsdosen: Zwiebeln und Knollen

Frühblüher wie Schneeglöckchen haben unter der Erde einen schlauen Trick: Sie verstecken ihr Essen in kleinen Vorratsdosen. Diese heißen Zwiebeln oder Knollen. Du kannst sie dir wie eine pralle Brotdose vorstellen: Innen ist jede Menge Energiefutter gespeichert – Stärke und Zucker – plus winzige Pflanzenteile, aus denen später Blätter und Blüten werden.

  • Zwiebel = Schichten wie bei einer echten Küchenzwiebel, gefüllt mit Nahrung.
  • Knolle = eher festes Speicherstück, auch voll mit Energie.

So überstehen die Pflanzen die kalte Jahreszeit, während oben am Boden Ruhe einkehrt. Der Igel macht Winterschlaf – und die Frühlingsblume macht Zwiebelruhe. Tobi aus Aufregung im Eichenwald würde das die „Pausenzeit zum Kraftsammeln“ nennen.

Kälte, Licht und der Frostschutz-Zauber

Warum stehen die Blumen ausgerechnet im Frühling auf? Zwei Wecker klingeln in der Pflanzenwelt:

  1. Kälte als Wecker: Die Winterkühle ist für viele Frühblüher ein Startsignal. Nach einer gewissen Zeit in der Kälte weiß die Pflanze: „Aha, der Winter läuft, bald geht’s los!“
  2. Mehr Tageslicht: Wenn die Tage länger werden, merken die Pflanzen: „Jetzt kommt die warme Jahreszeit, raus mit den Blättern!“

Damit ihre Zellen im Frost nicht kaputtgehen, haben Frühblüher einen besonderen Trick: Zucker im Zellsaft wirkt wie ein natürlicher Frostschutz. So können die Pflanzen tiefe Temperaturen besser aushalten, weil der Zucker das Gefrieren ihres Zellsafts erschwert. Stell dir vor, Tobi schaut neugierig durch seine Pilz-Lupe und ruft: „Wow, ein Süßigkeits-Mantel gegen die Kälte!“

Und noch etwas ist schlau: Viele Frühblüher sprießen früh, weil die Bäume dann noch keine dichten Blätter tragen. So fällt viel Licht auf den Waldboden – beste Sonnenplätze für kleine Blumen.

Aus dem Vorrat wird Blatt und Blüte

Sobald Kälte und Licht den Startschuss geben, öffnet sich die „Vorratsdose“. Aus der Zwiebel oder Knolle schiebt sich zuerst ein kräftiger grüner Trieb nach oben – wie eine Mini-Rakete. Kurz darauf kommen Blätter. Die Blätter sind die Solarpaneele der Pflanze: Mit Sonnenlicht bauen sie aus Luft und Wasser frische Nahrung auf. Ein Teil der Energie fließt sofort in die Blüte: Schneeglöckchen läutet, Krokus strahlt, Narzisse trumpft.

Währenddessen schwirren im Wald die Vögel umher und beobachten neugierig das bunte Treiben. Das Eichhörnchen Karli würde bestimmt freudig hopsen – und Tobi fliegt eine kleine Ehrenrunde, einfach weil es so schön ist, wenn das Leben draußen wieder Fahrt aufnimmt.

Bestäubung kinderleicht: Wie aus Blüten Samen werden

Wenn eine Blume blüht, ist das wie ein Einladungsschild für Besucher: „Hallo, hier gibt’s Pollen und Nektar!“ Bienen und andere Insekten kommen vorbei, trinken wie an einer winzigen Wald-Tankstelle und tragen Pollen von Blüte zu Blüte. So werden die Blüten bestäubt. In vielen Fällen entstehen danach Samen. Diese Samen sind Babys in Warteposition: Sie können später an einem geeigneten Ort zu neuen Pflanzen heranwachsen.

Du kannst dir das so merken:

  • Blüte auf – Insekten besuchen – Pollen wird gebracht – Samen entstehen.
  • Samen = kleine Rucksäcke mit allem, was eine neue Pflanze zum Start braucht.

Tobi würde das als Teamarbeit beschreiben: Jeder hilft mit – so wie in Aufregung im Eichenwald, wo Freundschaft, Mut und Toleranz zeigen, dass gemeinsam vieles gelingt.

Warum sie nach der Blüte wieder verschwinden

Vielleicht hast du dich schon gefragt: „Wieso wird es nach ein paar Wochen plötzlich wieder grün ohne Blumen?“ Gute Beobachtung! Nach der Blüte sind die Frühblüher noch eine Weile mit ihren Blättern beschäftigt. Jetzt heißt es: Energie tanken für die nächste Saison. Das frisch hergestellte „Pflanzenessen“ wandert zurück in die Zwiebel oder Knolle – die Vorratsdose wird wieder aufgefüllt.

  • Die Blätter bleiben, bis genug Energie gespeichert ist.
  • Dann werden sie gelb und ziehen sich zurück.
  • Oberirdisch sieht man bald nichts mehr – unterirdisch ruht die Pflanze.

Das ist wie ein Superhelden-Umhang, den man nach der Mission ablegt. Die Pflanze macht Zwiebelruhe, der Igel Winterschlaf – und Tobi würde sagen: „Energie gespeichert, Abenteuer bestanden!“

Der Jahreskreislauf auf einen Blick

  • Herbst/Winter: Ruhephase in der Erde. Kälte bereitet den Start vor, Zucker schützt die Zellen.
  • Spätwinter/Frühling: Vorrat weckt die Pflanze. Triebe, Blätter, Blüten erscheinen.
  • Frühling: Bestäubung durch Insekten, Samen entstehen.
  • Später Frühling/Frühsommer: Blätter füllen die Vorräte in der Zwiebel/Knolle wieder auf.
  • Sommer/Herbst: Oberirdisch ist die Pflanze verschwunden, unterirdisch ruht sie – bereit für den nächsten Frühling.

Auch wenn Aufregung im Eichenwald keine Frühlingsgeschichte ist, passt dieser Kreislauf wunderbar zu den Werten aus dem Buch: Geduld (Ruhezeit), Mut (der erste Trieb durch die Erde), Verantwortung (Energie sammeln), Gemeinschaft (Bestäubung als Teamwork) und Dankbarkeit (für das Licht, das Leben schenkt).

Mitmach-Ideen für kleine Natur-Detektive

Lust, selbst zu forschen – mit Tobi als imaginärem Natur-Detektiv an deiner Seite?

  • Blütenkalender basteln:
    • Malt zu Hause oder in der Kita einen Kalender von Februar bis Mai.
    • Jedes Mal, wenn ihr Schneeglöckchen, Krokusse oder Narzissen entdeckt, klebt ein kleines Symbol ein oder malt eine Mini-Blüte dazu.
    • Tipp: Notiert, wo ihr sie gefunden habt (Wiese, Park, Waldrand). So merkt ihr, wie sich die Natur Woche für Woche verändert.
  • Zwiebeln im Topf setzen:
    • Beste Zeit für viele Frühblüher ist der Herbst. Dann setzt ihr Zwiebeln von Schneeglöckchen, Krokussen oder Narzissen in Töpfe oder Beete.
    • Schon Frühling? Kein Problem: Beobachtet fertige Töpfe aus der Gärtnerei beim Blühen. Oder stellt eine Hyazinthe oder Narzisse ins Glas (mit speziellem Glas oder Kieselsteinen, Wasser nur bis knapp unter die Zwiebel).
    • Führt ein Mini-Forscherheft: Datum, erster Trieb, erste Blüte, welche Insekten zu Besuch waren.
  • Blüten unter der Lupe:
    • Schaut euch mit einer Lupe Blütenblätter und Staubgefäße an. Wie riechen sie? Fühlt sich ein Blütenblatt anders an als ein Blatt?
  • Ausmalspaß:
  • Freundschaftsritual:
    • Nach dem Vorlesen von Aufregung im Eichenwald (ja, Tobi kann fliegen – und ja, er nutzt seine Besonderheit, um anderen zu helfen!) überlegt gemeinsam: Welche besondere Fähigkeit hat jede und jeder von euch? Wie könnt ihr sie für andere einsetzen? Malt dazu ein kleines „Mut-Abzeichen“.

Vorlesen, Werte und Staunen – wie Aufregung im Eichenwald dazu passt

In Aufregung im Eichenwald fliegt Tobi mutig los, um dem Eichhörnchen Karli zu helfen. Die Vögel, der Igel und die anderen Pilzkinder spielen als Freunde eine wichtige Rolle – und am Ende entdecken alle, dass Anderssein etwas Gutes sein kann. Auch wenn das Buch nicht explizit vom Frühling erzählt, spürt man in jeder Illustration die Liebe zum Wald und seinen kleinen Wundern.

Dieses Gefühl möchten wir in die Naturforschung mitnehmen:

  • Achtsam schauen wie Tobi: Was blüht schon? Welche Farben siehst du?
  • Mutig fragen: Warum hat diese Blüte so lange Blätter? Wozu sind Samen gut?
  • Tolerant entdecken: Jeder Organismus hat seinen Platz – die Frühblüher genauso wie die Pilze und Tiere im Wald.

Im Anhang des Buchs warten außerdem Mitmach-Seiten: Malen, Basteln, Rätseln – und kindgerechtes Wissen zu Pilzsorten und Kastanien. So verbindet ihr Vorlesen, Kreativität und Naturkunde ganz spielerisch.

Zum Mitnehmen

Frühblüher sind kleine Meister der Planung: Ihre Zwiebeln und Knollen sind Vorratsdosen, die Kälte und mehr Tageslicht als Wecker nutzen. Zucker im Zellsaft schützt sie wie ein Frostschutz. Aus den Vorräten wachsen Blätter und Blüten, Insekten helfen bei der Bestäubung, Samen entstehen – und danach verschwindet die Pflanze oberirdisch, um die Energie wieder in der Zwiebel zu speichern. Unter der Erde ruht sie – bereit für den nächsten Frühling.

Wenn dich solche Natur- und Freundschaftsmomente berühren, wirst du Aufregung im Eichenwald mit seinen liebevollen Illustrationen, Tobi dem kleinen fliegenden Steinpilz und den Mitmachseiten mögen. Schau gerne auf meiner Seite vorbei und entdecke das Buch – vielleicht zieht es bald bei euch ins Bücherregal ein.

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Buchcover: Aufregung im Eichenwald

Aufregung im Eichenwald

Gebundene Ausgabe

ISBN: 9783948784812
Format: Hardcover
Erscheinungsdatum: 2023-06-01
Seitenzahl: 44 Seiten

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SABINE KODATSCH