Sabine Kodatsch

Der Blog

Interessante Beiträge zu mir und meinen Büchern

Wilderei – Das große Leid der Tiere

von | 14. Apr 2023 | 0 Kommentare

Ein weiteres großes Problem für den Regenwald ist die Wilderei. Weitere große Bedrohungen für den Regenwald sind: Fleisch und Soja, TropenholzPapierPalmöl, Aluminium, Plastik, Benzin und Diesel, und Handy.

Die Jagd auf Wildtiere in vielen Ländern Afrikas, Asiens und Südamerikas ist dramatisch. Schimpansenfleisch als Delikatesse, Raubkatzenfell und Reptilienhaut als Luxusgut, Tigerknochen und gemahlenes Horn für die Gesundheit, Elfenbein als Zeichen von Wohlstand: Die Nachfrage nach den Körperteilen vieler Tierarten ist riesengroß, vor allem bei Kunden in Asien.

Kein Wunder, dass kriminelle Händler Millionen verdienen und sich nicht darum scheren, ob die Tiere, die sie töten lassen, streng geschützt sind. Ganz besonders schlecht geht es den Elefanten und Nashörnern.

Warum werden vor allem Elefanten und Nashörner gejagt?

Weil Stoßzähne und Horn durch die große Nachfrage viel Geld für die Händler bringen.“(1)

Elfenbein ist in China extrem begehrt bei immer mehr jungen, gut verdienenden Leuten. Aus diesem Grund gelangen auf chinesischen Märkten der mit Abstand größte Teil der gewilderten Elefanten- Stoßzähne. Und es müssen immer mehr Elefanten sterben, weil die Nachfrage steigt.

Das Horn der Nashörner soll Wunderkräfte haben. Es glauben v.a. Vietnamesen und Chinesen daran und sie sind bereit Unsummen für das pulverisierte Horn zu bezahlen.

Angeblich ist es in der Lage Fieber zu senken, Kopfschmerzen zu heilen und sogar Krebs. Aber es ist nichts davon richtig, denn wir können genauso gut unsere Fingernägel kauen. Denn das Horn ist aus genau demselben Material!

„Wieviel Geld wird für Elfenbein und Horn bezahlt?“(1)

Es soll mit Nashorn-Pulver und Gegenständen aus Elfenbein anderen folgendes demonstriert werden: Da schau! „Ich habe Geld!“(1)

Für ein Gramm Nashorn-Pulver zahlt man am Schwarzmarkt mehr als ein Gramm Kokain – nämlich rund 60 Euro! Das bedeutet, dass ein einzelnes Horn mit durchschnittlich 4 kg rund 240.000 Euro kostet.

Bei Elfenbein zahlt man auf chinesischen Märkten bis zu 3.900 Euro pro kg.

„Wie funktioniert das Wilderei-Geschäft?

Der illegale Handel mit Elfenbein und Nashorn ist in der Hand von organisierten Verbrecherbanden.“(1) In Containern mit legalen Waren wird oft Schmugglerware versteckt. Diese werden dann per Schiff oder Flugzeug nach China, Vietnam oder Thailand gebracht.

Die Schmuggler verdienen auf asiatischen Märkten mit afrikanischem Elfenbein pro Jahr ca 150 Millionen Euro. Das hat die Internationale Polizeibehörde Interpol in Erfahrung gebracht.

Die Wilderer in Afrika und Asien bekommen nur einen Bruchteil davon. Diese Menschen jagen und töten meistens aus Armut.

Immer mehr Elefanten und Nashörner werden aus Hubschraubern erschossen. Das heißt, dass hier gut ausgerüstete Wilderer auf der Jagd sind. Sie werden oft beauftragt und gedeckt durch korrupte Beamte.

„Ist der Handel mit Elfenbein und Horn überall verboten?“(1)

Es existiert das sogenannte Washingtoner Artenschutzabkommen (WA), welches den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen seit 1973 regelt. Laut diesem Abkommen ist die Ein- und Ausfuhr der bedrohten Arten entweder verboten oder nur sehr beschränkt erlaubt.

1989 wurde der Handel mit Elfenbein weltweit verboten. Das strikte Verbot wurde aber später für einige Länder im südlichen Afrika gelockert, weil es dort wieder mehr Elefanten gibt. Die Händler benötigen aber Genehmigungen von den Behörden.

„Der Handel mit Nashorn-Horn ist bis heute weltweit untersagt.“(1)

Leider schreckt das die Verbrecherbanden nicht ab. Die Kontrollen waren auch bisher zu lasch.

„Was wird gegen Wilderei getan?“(1)

Bei gefährdeten Tierarten versuchen viele Länder sie besser zu schützen – Nationalparks und Schutzgebiete sollen auch dazu beitragen. Einige Staaten, allen voran Afrika, sind mit der Überwachung jedoch überfordert.

Gründe dafür sind die große Armut und die gute Organisation der Händler-Mafia. Aus diesem Grund beschlossen die Länder der Welt mit Afrika zusammen zu arbeiten. „Interpol hat schon eine Strategie erarbeitet, um die afrikanischen Länder in ihrem Kampf gegen den Elfenbeinhandel zu unterstützen.

Gibt es Erfolge?

Ja.“(1) Die Kontrollen durch die Beamten von Interpol sind verstärkt worden. Beispielsweise haben sie 2013 in afrikanischen Häfen insgesamt 41,6 Tonnen Elfenbein beschlagnahmt. Dieses wurde in Tansania gewildert und von dort aus sollte es nach Asien verschifft werden.

Inzwischen ist es auch möglich die genaue Herkunft des Elfenbeins zu ermitteln: Man kann durch DNA-Tests feststellen, welchem Elefant die Stoßzähne gehörten. Auf diese Weise kann man Wilderer leichter überführen.

Mittlerweile werden auch in Deutschland Suchhunde ausgebildet, die Nashorn-Horn, Elfenbein und Waffen aufspüren können.

„Hoffnung für die letzten ihrer Art“(1)

Elefanten und Nashörner haben es rund 60 Millionen Jahre geschafft, auf der Erde zu überleben. Leider sind mittlerweile alle Arten gefährdet oder vom Aussterben bedroht.

„Die Weltnaturschutzunion IUCN, die auch die Rote Liste bedrohter Arten herausgibt, kommt nach Zählungen und Schätzungen auf folgende Bestands-Zahlen:

Nashörner:
Afrika
Nördliches Breitmaulnashorn 2 Tiere – akut vom Aussterben bedroht
Südliches Breitmaulnashorn 10.000 Tiere – gefährdet
Spitzmaulnashorn 3.600 Tiere – vom Aussterben bedroht

 

Asien
Panzernashorn 2.150 Tiere –  gefährdet
Java-Nashorn 18 Tiere – vom Aussterben bedroht
Sumatra-Nashorn 30 Tiere – vom Aussterben bedroht

 

Elefanten:
Afrika
Savannen-Elefant etwa 40.000 Tiere – stark gefährdet
Waldelefant Anzahl nicht erfasst – vom Aussterben bedroht

 

Asien
Asiatischer Elefant maximal 50.000 Tiere – stark gefährdet

 

Was kann ich tun?“(1)

Alle Welt muss wissen, dass für Elfenbein und Horn-Pulver Elefanten und Nashörner getötet werden. „Und dass diese Tierarten aussterben, wenn die Wilderei nicht gestoppt wird.“(1)

Viele Menschen wissen z. B. in China nichts vom Leid der Tiere. Aus diesem Grund richten Naturschutzorganisationen Petitionen an die verantwortlichen Regierungen.

Die Entscheidung der chinesischen Regierung im Februar 2015 zeigt, dass weltweite Proteste nutzen: Die Einfuhr von Elfenbein wurde in China für zunächst ein Jahr verboten. Es gibt aber einen Haken, denn Hongkong soll ausgeklammert werden. Aber dorthin kommt das meiste illegale Elfenbein.

  • Berichte anderen, was Du über Nashörner, Elefanten und Wilderei gehört hast
  • „Frag Deine Lehrer, ob Ihr das Thema im Unterricht behandeln könnt“(1)

(1).. https://www.abenteuer-regenwald.de/wissen/tiere/wilderei

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Wenn du die Kommentarfunktion verwendest, wird neben den Daten, die du eingibst, aus Sicherheitsgründen auch für 60 Tage deine IP-Adresse gespeichert. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * markiert. Weitere Informationen über die Datenspeicherung und -Verarbeitung findest du in meiner Datenschutzerklärung.

10 lustige Ausmalbilder von Tobi und seinen Freunden

Bild von Tobi, dem Pilz beim malen

Hol Dir jetzt den PDF Download für 0€ und das Ausmalen kann losgehen!

Zeige mir die ausgemalten Bilder und ich präsentiere sie auf meiner Facebookseite.

Mit dem Registrieren für den Download, bekommst Du auch meinen Newsletter.

Mein aktuelles Buch

Titelbild des Buches Tobi der fliegende Pilz

Tobi, der fliegende Pilz

Gebundene Ausgabe

ISBN-13: 978399064398-3
Format: Hardcover
Erscheinungsdatum: 2018-09-03
Seitenzahl: 70 Seiten

Jetzt bei Amazon kaufen

SABINE KODATSCH