Sabine Kodatsch

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Fleisch und Soja

von | 3. Mrz 2023 | 0 Kommentare

Ein weiteres großes Problem für den Regenwald ist Fleisch und Soja. Weitere große Bedrohungen für den Regenwald sind: TropenholzPapierPalmöl, Aluminium, Plastik, Benzin und Diesel, Wilderei und Handy.

Was hat meine Bratwurst mit dem Regenwald zu tun?

Viele Menschen wollen oder müssen sparen und deshalb kaufen sie Fleisch möglichst billig im Supermarkt. Die Tiere zahlen dafür einen hohen Preis. „Tausende Hühner, Schweine und Rinder werden in riesigen Ställen oft qualvoll gemästet und drängen sich dort auf engstem Raum.“(1) Durch eiweißreiches Futter setzen die Tiere schnell Fleisch an. Das besteht aus Sojaschrot.

„Masse statt Klasse“(2)

Hand auf das Herz: Hast du schon mal geschaut, wie viel Fleisch kostet? Oft findest du Schnitzel, Steaks usw für unter 3 Euro pro Kilogramm angeschrieben. Wenn du dir genau überlegst, wie Fleisch produziert wird, erkennst du, dass die Produktion sehr aufwendig ist. Dafür ist der Preis sehr niedrig. „Ein artgerecht gehaltenes Tier braucht einen genügend großen Stall, viel Wasser, große Mengen Futter, Auslauf, tierärztliche Betreuung und Menschen, die sich um es kümmern. Wie kann es also sein, dass Fleisch so günstig ist?

Das geht nur, wenn für die günstigen Preise im Supermarkt an anderer Stelle Kosten eingespart werden. Massentierhaltung lautet das Zauberwort. Die Nachfrage der Menschen nach Fleisch ist groß. Pro Jahr isst jeder Deutsche im Schnitt 60 Kilogramm davon – das entspricht etwa 240 Paketen Butter! Durch Massentierhaltung wird diese große Nachfrage relativ kostengünstig gestillt. Die Tiere tummeln sich auf engstem Raum, statt grünen Weiden auf einem Bauernhof sehen sie meist kein Tageslicht und atmen keine frische Weideluft.“(2)

Natürlich brauchen wir für diese vielen Tiere auch riesige Mengen Futter. Dafür werden Sojabohnen eingesetzt, weil sie besonders eiweißreich und preisgünstig sind.

Informationen zu Soja

Der Ursprung der Sojabohne liegt in China und sie ist eine Nutzpflanze. In nur 100 Tagen wächst sie an der einjährigen Sojapflanze in warmen Regionen, beispielweise Nord- und Südamerika, aber auch Asien. Ihr Eiweißgehalt beträgt 37%.

Soja stellt die Eiweißversorgung des Menschen sicher: Bereits eine halbe Tasse Sojabohnen liefert etwa so viel Eiweiß wie 150 Gramm Steak!

Im Tierfutterbereich wird Soja vor allem an Schweine, an Geflügel und, etwas weniger, an Rinder verfüttert.

Hauptabnehmer von brasilianischen Sojabohnen und argentinischem Sojaschrot (Nebenprodukt bei der Herstellung von Sojaöl) ist Deutschland:

Allein vom deutschen Futtermittelverbrauch deckt Soja rund 30 Prozent ab, das sind mehr als 4,2 Millionen Tonnen jährlich. Die deutschen Sojaimporte sind fast vollständig für den Futtermittelbereich bestimmt.“(3)

Wo kommt das Soja Futter her?

„Vor allem aus Südamerika. Brasilien ist der größte Soja-Produzent der Welt, vor den USA und Argentinien. In Südamerika wächst Soja für unsere Masttiere auf einer Fläche, die so groß ist wie ganz Hessen.“(1) Das Soja wird auch bei uns in großen Mengen verfüttert und dafür stirbt der tropische Regenwald.

Um immer mehr Sojafelder anlegen zu können, werden in Brasilien die Amazonas-Regenwälder gerodet oder abgebrannt. Doch nicht nur dort – auch der Cerrado, die artenreichste Savanne der Erde, wird für riesige Sojaplantagen zerstört. „Laut einer Studie des Wissenschaftsmagazins Science von 2020 stammt ein Fünftel des Sojas, das Brasilien in die EU liefert, aus illegaler Abholzung im Amazonas und im Cerrado.“(1)

Brasilien versorgt uns nicht nur mit Futter für unsere heimischen Masttiere. Es versorgt uns auch mit massenhaft fertigem Fleisch. In Brasilien grast die größte Rinderherde der Erde – es sind mehr als 230 Millionen Tiere! Dafür braucht man viel Weideland: Ein einziges Rind braucht einen ganzen Hektar Land – das sind 100 mal 100 Meter „Die Rinderzucht ist der Hauptgrund für die Naturzerstörung in Brasilien.“(1)

Durch diese riesigen Anbauflächen wird so auch der Lebensraum zahlreicher Regenwaldbewohner z. B. des Jaguars zerstört. „Es wurden zwischen 2001 und 2006 rund 1 Million Hektar Sojafelder dort angelegt, wo kurz zuvor noch artenreicher Regenwald stand. Das heißt, mit jedem Stück Fleisch aus Massentierhaltung landet immer auch ein Stück Regenwald auf deinem Teller!“(2)

„Die Folgen sind katastrophal:“(1)

  • „Für die Menschen“(1):

Es werden Menschen von ihrem Land vertrieben – es sind oft Ureinwohner, die seit jeher das Land ihrer Ahnen bewohnten. „Und die Menschen, die am Rande der Soja-Plantagen leben, werden oft krank. Denn die riesigen Monokulturen werden aus der Luft mit Pflanzengiften besprüht, um das störende Unkraut zu beseitigen. Doch sie vergiften auch die Böden und Gewässer. Kein Land versprüht mehr Gifte gegen Unkraut, Insekten oder Pilze als Brasilien.

  • „Für die Artenvielfalt“(1):

Sie ist nirgends auf der Erde größer als im Amazonas-Regenwald und in der Cerrado-Savanne.

  • „Für das Klima der Erde:

Fast 15 Prozent aller vom Menschen verursachten Treibhausgase gehen auf das Konto der Fleischindustrie. Dazu gehört Kohlendioxid (CO₂), das in den Bäumen und Blättern und in großen Mengen vor allem im Boden gespeichert ist. Wird der Regenwald gerodet oder abgebrannt, entweicht das CO₂, gleichzeitig gehen mit dem Wald der wertvolle CO₂-Speicher verloren. Besonders klimaschädlich ist Methan, das Rinder ausstoßen. Und Lachgas, das dem Chemiedünger entströmt.“ (1)

Was kannst Du tun?

  • „Zum Wohl der Tiere“(1):

Kaufe Eier, Fleisch- und Milchprodukte aus ökologischer Haltung aus deiner Region. Denn Biobauern füttern ihre Tiere mit Futter vom eigenen Feld und aus der Umgebung. So schützt du den Regenwald und es müssen weniger Tiere leiden.

  • Fleischfreier Tag:

„Setzte dich zuhause oder in der Schule für einen fleischfreien Tag ein. So wirst du mit deiner Familie und deinen Freunden zum Regenwaldretter – denn wer weniger oder sogar gar kein Fleisch isst schützt den Regenwald!“(2)

  • Probiere einmal ökologische oder in Europa produzierte Sojaprodukte wie Tofu oder Sojadrinks aus
  • „Zurück zum Sonntagsbraten“(1)

Es gab früher nur einmal in der Woche Fleisch zum Essen. Was hältst du davon, wenn ihr es in der Familie mal ausprobiert? Es muss nicht immer Salami oder Schinken auf das Brot kommen. Es können auch Gemüseaufstriche auf das Brot gestrichen werden.

  • „Vegetarisch Essen ist cool:

Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung ernähren sich hierzulande doppelt so viele junge Menschen vegetarisch oder vegan. Das ergab eine Befragung bei 15- bis 29-Jährigen für den Fleischatlas 2021. Für viele jüngere Menschen ist der Verzicht auf Fleisch eine politische Haltung – mehr als zwei Drittel der Befragten lehnen die heutige Fleischindustrie ab.

  • Kauft bewusst ein“(1)

Es sterben pro Jahr 10,5 Millionen Tiere unnötig, weil ihr Fleisch verdorben oder unverdorben im Müll landet. Also kauft nur die Mengen Essen ein, die ihr wirklich braucht!

  • „Schreibe an die Politiker:

Fordert sie auf, Klein- und Biobauern zu fördern und nicht mehr die Großmastbetriebe. Und mit Gesetzen dafür zu sorgen, dass Tiere artgerecht gehalten werden.

  • Kläre andere auf“(1):

Du kannst ein Schul-Referat halten oder beim Essen mit Familie und Freunden über dieses Thema sprechen. Denn es soll Jede*r vom Zusammenhang zwischen Bratwurst und Naturzerstörung erfahren!

Die gute Nachricht zum Schluss:

Du und deine Familie könnt dazu beitragen, dass die Regenwälder und der Cerrado in Südamerika erhalten bleiben. Denn ihre Zukunft entscheidet sich auch auf unseren Tellern.“(1)

(1).. https://www.abenteuer-regenwald.de/bedrohungen/fleisch-soja

(2).. https://www.regenwald-schuetzen.org/kids/wissen-ueber-den-regenwald/du-und-der-regenwald/soja-und-der-regenwald

(3).. http://www.medienwerkstatt-online.de/lws_wissen/vorlagen/showcard.php?id=5803

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