Sabine Kodatsch

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Bienen

von | 16. Dez 2022 | 0 Kommentare

Bienen helfen fleißig den Menschen: sie liefern uns Honig und bestäuben die Blüten der Pflanzen, sodass wir viele Früchte ernten können.

„Wie sehen Bienen aus?

Bienen gehören zu den Insekten (wie die Schmetterlinge, Wespen, Wildbienen aber auch Käfer und Ameisen) und damit zu den Gliedertieren.

Der Körper der Bienen besteht – wie bei allen Insekten – aus drei Teilen: am Kopf sitzen die Augen, zwei Fühler, die als Nase dienen, und die Mundwerkzeuge, die aus zwei starken Kiefern und einem Rüssel bestehen.

An der Brust sitzen zwei hauchdünne Flügelpaare und sechs Beine. Der größte Körperabschnitt ist das Markenzeichen der Bienen: es ist der gelb-schwarz geringelte Hinterleib mit dem Giftstachel.

Es gibt drei verschiedene Typen von Bienen.“(1) Da gibt es zunächst die Arbeiterinnen, die wir meistens herumfliegen sehen und sie sind die sterilen Weibchen. Was bedeutet steril? Es bedeutet, dass sie sich nicht fortpflanzen können. Arbeiterinnen sind zwischen 12 bis 15 mm groß.

Dann ist da noch die Bienenkönigin und sie wird 16 bis 20 mm groß. „Ihr Hinterleib ist viel größer als der einer Arbeiterin, weil sie für den Nachwuchs zuständig ist und täglich mehr als 1500 Eier legt.

Die männlichen Bienen nennt man Drohnen. Sie werden 14 bis 18 Millimeter groß. „Sie besitzen keinen Stachel und sammeln keinen Honig. Ihre Hauptaufgabe ist, sich mit der Königin zu paaren.

An den Hinterbeinen der Bienen sind oft kleine gelbe Klümpchen zu sehen.

An der Außenseite der Hinterbeine befinden sich nämlich das so genannte “Körbchen” oder “Höschen”: das ist eine löffelförmige, von Haaren eingefasste Mulde, in der die Biene bei ihren Sammelflügen Blütenstaub aufbewahrt.

Auch in den Härchen der Körperoberfläche, dem “Pelz”, bleiben Blütenpollen hängen und werden so von Blüte zu Blüte getragen. Dadurch sorgen Bienen ganz nebenbei dafür, das viele Pflanzen befruchtet werden.

Wo leben Bienen?

Honigbienen stammen ursprünglich aus Südostasien.“(1) Sie sind jedoch über die ganze Welt verbreitet, seitdem wir Menschen sie als Nutztier halten. Heute existieren weltweit in ca. 52 Millionen Bienenstöcken rund drei Billionen Bienen!

„Bienen sind hervorragende Baumeisterinnen und bauen sich ihr Zuhause selbst, indem sie senkrecht hängende Wachsplatten – die sogenannten Waben produzieren.

Die Waben eines Bienenstocks sind ein kleines Wunderwerk: Die sechseckige Form der Zellen passt perfekt ineinander. So geht kein Millimeter Platz verloren.

Welche Bienen-Arten gibt es?

In Europa gibt es etwa 1300 verschiedene Bienen-Arten. Die meisten dieser Wildbienen leben jedoch – anders als die Honigbiene – einzeln und nicht in Staaten.“(1)

Bienen zählen zu den ältesten Lebewesen überhaupt. Sie leben wahrscheinlich schon seit 100 Millionen Jahren auf der Erde!

„Wie alt werden Bienen?

Die Bienenkönigin wird drei bis fünf Jahre alt. Eine Arbeiterin wird im Sommer nur sechs Wochen alt, schlüpft sie im Herbst und kann überwintern, lebt sie bis zu neun Monate. Drohnen werden nur wenige Wochen alt.

Wie leben Honigbienen?

Honigbienen sind soziale Tiere, die nur gemeinsam in Staaten überleben können. Ein solcher Bienenstaat wird auch Volk oder Kolonie genannt und besteht aus 40 000 bis 80 000 Tieren.“(1)

Bei den meisten Bienenarten lebt jedes Tier für sich allein – diese nennt man Solitärbienen. „Sie kümmern sich nur um ihre eigenen Jungtiere. Die Gruppe der Kuckucksbienen legt ihre Eier in fremde Nester, wie eben der Vogel Kuckuck und überlässt die Aufzucht der Jungtiere den fremden Eltern.

Manche Bienenarten leben in einem Volk zusammen, der auch Staat genannt wird. Sie heißen deshalb staatenbildende Arten. Dazu gehört auch die Honigbiene.“(3)

„Arbeiterinnen, Königin und Drohnen haben ganz bestimmte Aufgaben.“(1)

Die Tätigkeit der Arbeiterinnen hängt von ihrem Alter ab: „im Alter von einem bis vier Tagen sind sie Putzbienen und dafür verantwortlich, die Waben sauber zu halten.

Wenn Arbeiterinnen fünf bis elf Tage alt sind, sind Ihre Futtersaft-Drüsen ausgebildet und sie versorgen den Bienennachwuchs mit Nahrung.

Im Alter von zwölf bis 18 Tagen haben sich ihre Wachsdrüsen entwickelt, so dass sie Waben bauen können.

Wenn sie 19 bis 21 Tage alt sind, bewachen sie die Eingänge des Bienenstocks vor fremden Eindringlingen und Feinden.

Mit 22 bis 40 Tagen fliegen die Arbeiterinnen schließlich zu den Bienenweiden und sammeln Pollen, Nektar und Wasser.“(1)

Bienen können immer wieder zu ihrem Bienenstock zurückfinden egal wie weit entfernt sie geflogen sind. Sie haben ein ausgeklügeltes Orientierungssystem entwickelt: Die Sonne wird als Kompass genutzt. Beim Verlassen des Bienenstocks, merkt sich die Biene den Sonnenstand.

„Da sie ein sehr genaues Zeitgefühl hat, weiß sie, wo die Sonne zu welcher Tageszeit stehen muss und findet deshalb auch Stunden später zum Bienenstock zurück.“(1)

Selbst beim bewölkten Himmel finden sich die Bienen zurecht, da sie ultraviolettes Licht und damit die Richtung der Lichtwellen wahrnehmen können.

Sobald eine Biene mit dem im Honigmagen gespeicherten Nektar ankommt, würgt sie den Inhalt in den Mund einer so genannten Ammen-Biene.

„Sie mischt den Nektar mit einem Stoff, den sie in einer Drüse produziert, füllt ihn in eine Zelle und verschließt sie mit Wachs. So entsteht der Honig, der den Bienen im Winter als Nahrung dient.

Pro Tag kann ein Bienenvolk bis zu einem Kilogramm Honig produzieren.

Drohnen leben nur im Frühjahr und Sommer im Bienenstock.

Im Herbst werden die noch lebenden Drohnen von den Arbeiterinnen aus dem Stock vertrieben und sterben.

Wenn es im Herbst immer kühler wird und die Temperatur unter 12° C sinkt, fliegen die Bienen nicht mehr aus. Dicht aneinander gedrängt verbringen sie die kalte Jahreszeit in einer Art Winterschlaf.

Freunde und Feinde der Biene

Zu den Feinden der Bienen gehören Wespen, Hornissen und Vögel.“(1) Bienen können sich mit ihrem Stachel und ihrem Gift gegen ihre Feinde wie zum Beispiel Wespen gut wehren. „Sie stechen aber nur, wenn sie ihre Nahrung oder den Bienenstock verteidigen wollen oder sich bedroht fühlen.“(1)

Stechen bedeutet meistens für die Biene den Tod. Der Stachel bleibt im Körper des Angreifers stecken und ein Teil ihres Hinterleibs wird herausgerissen!

„Die größte Bedrohung für Bienen ist jedoch die Varroa-Krankheit. Sie wurde vor etwa 40 Jahren aus Asien eingeschleppt und wird von winzig kleinen Milben ausgelöst, die aus den Larven der Bienen und den Bienen selbst den Körpersaft heraussaugen. Die Bienen werden immer schwächer und schließlich kann das ganze Volk sterben.

Wie pflanzt sich die Biene fort?

Eine Bienenkönigin kann bis zu 2000 Eier pro Tag legen, in ihrem ganzen Leben sind das etwa zwei Millionen. Sie entscheidet auch, ob ein Ei mit den in ihrem Körper gespeicherten Spermien befruchtet wird oder nicht: Aus befruchteten Eiern können sich Königinnen oder Arbeiterinnen entwickeln – das hängt davon ab, womit die Larven gefüttert werden.

Aus den unbefruchteten Eiern entstehen die Drohnen.

Eier, aus denen Königinnen entstehen sollen, werden in spezielle, große Zellen gelegt und mit dem so genannten “Gelée royale” ausgefüllt, einem von den Arbeiterinnen in einer Drüse produzierten Stoff.

Soll aus dem Ei eine Arbeiterin schlüpfen, wird das Ei in die normalen, kleinen Zellen gelegt. Sie bekommen nur in den ersten Tagen “Gelée royale”. Königinnen entwickeln sich in 16 Tagen, Arbeiterinnen in 21 und Drohnen in 24 Tagen.“(1)

Wenn eine oder mehrere Königinnen schlüpfen, dann verlässt die alte Königin den Stock und nimmt ungefähr die Hälfte der Bienen mit und gründet ein neues Volk. „Die neu geschlüpften Königinnen fliegen aus dem Stock und werden im Freien von den Drohnen begattet.“(1)

Dies findet nur einmal im Leben einer Bienenkönigin statt. Deshalb paart sie sich auch mit mehreren Drohnen und bewahrt den Samenvorrat in ihrem Körper auf. Anschließend kehrt die Königin in den Stock zurück, tötet die übrigen jungen Königinnen und ist nun die neue Herrscherin des Bienenvolkes.

Wie kommunizieren Honigbienen?“(1)

Bienen summen. Sie haben jedoch noch eine andere faszinierende Sprache entwickelt und zwar den Bienentanz, mit dem sie richtige Geschichten erzählen können. So kann die Arbeiterin den Kolleginnen im Stock berichten, wo sie eine Wiese mit vielen blühenden Blumen, also Bienen-Nahrung, gefunden hat.

„Dazu führt sie einen Tanz auf: Beim so genannten Rundtanz bewegt sich die Biene im Kreis und zeigt damit an, dass sie in einem Umkreis von 100 Metern eine reiche Bienenweide gefunden hat.

Am Duft der Pollen, der an ihrem Körper klebt, erkennen die anderen Bienen außerdem, welche Blumen dort blühen.

Mit Hilfe des Schwänzeltanzes zeigen die Bienen Weiden an, die weiter als 100 Meter entfernt liegen.

An den senkrechten Waben läuft die Biene in Form einer quer liegenden Acht und wackelt dabei mit dem Hinterleib. Die Schnelligkeit gibt dabei die Entfernung der Bienenweide an.

Durchläuft sie die gerade Strecke der quer liegenden Acht in 25 Sekunden etwa sechsmal, ist die Bienenweide rund 500 Meter entfernt, durchläuft sie sie vier- bis fünfmal, ist sie 1000 Meter entfernt.

Anhand der Richtung, in die die Biene tanzt, können die anderen Bienen erkennen, in welche Richtung sie fliegen müssen.

Was fressen Bienen?

Bienen ernähren sich von Nektar, aber auch von Blütenpollen, die sehr viel Eiweiß, Fett, Mineralien und Vitamine enthalten.

Als Wintervorrat dient der aus dem Nektar hergestellte Honig.

Die Königin frisst fast nur “Gelée royale”(1). „Bei diesem „Bienenfutter“ handelt es sich um einen hellgelben Futtersaft puddingartiger Konsistenz, welcher von den Ammenbienen erzeugt wird.

Diese lassen das königliche Futtermittel aus einer Mischung von Honig, Blütenpollen und ihren eigenen Drüsensekreten entstehen. Dieses Gemisch bildet die königliche Nahrung, die eine normale Larve zur Königin heranwachsen lässt.“(2)

Bienen sammeln Pollen, Nektar und Honigtau. „Pollen nennt man den Blütenstaub von Pflanzen. Nektar ist ein Saft mit viel Zucker, den die Blüten herstellen. Honigtau ist ebenfalls ein süßer Saft, den machen aber kleine Insekten, vor allem Blattläuse.

Da Pollen sehr viel Eiweiß enthält, lagern die Bienen diesen um ihre Jungen, zu füttern. Zusammen mit dem Körpersaft der Biene verwandeln sich Nektar und Honigtau in Honig. Diesen lagern sie als Nahrung für sich selbst im Winter in den Waben ein. Im Winter zittern sie mit ihren Muskeln am ganzen Körper und halten sich so warm. Sie ernähren sich vom gesammelten Honig oder von Zucker, den ihnen der Imker gibt.“(2)

„Haltung von Honigbienen

Menschen haben schon seit ca. 13 000 Jahren den Honig wilder Bienen gesammelt.“(1) Schon vor 6000 Jahren wurden in Ägypten Bienen in Tonröhren gehalten, wo sie zur Gewinnung von Honig gehalten wurden. „Die Haltung von Bienen wird Imkerei genannt, und ist ein richtiger Beruf.

Pflegeplan für Bienen“(1)

Der Imker stellt den Bienen einen Kasten zur Verfügung, in die sie ihre Waben bauen können. So bietet er den Tieren einen sicheren Platz an.

Der Imker säubert die Kästen,  versorgt die Bienen mit Trinkwasser, entfernt regelmäßig alte Waben und kontrolliert die Gesundheit der Bienen. Außerdem bringt er die Bienenvölker zu geeigneten Plätzen, an denen sie viel Futter finden – zum Beispiel zu blühenden Feldern.

Und natürlich erntet er den Honig. Dafür nimmt er die Waben aus dem Stock und schleudert sie mit hoher Geschwindigkeit in einer Maschine, wodurch der Honig aus den Wachswaben gelöst wird. „Als Ersatz für den Honig gibt der Imker den Bienen Zuckerwasser als Winternahrung.“(1)

„Wer interessiert sich auch noch für den Honig?

Honig ist süß und sehr nahrhaft.  In der Natur haben es vor allem die Bären darauf abgesehen. Sie rauben gerne Bienennester aus. Die Bienen versuchen zwar, sich mit ihren Stacheln gegen die Bären zu wehren, aber das dichte Fell können sie damit nicht durchdringen.“(3)

Der Mensch isst auch schon seit der Steinzeit sehr gerne Bienenhonig. Wenn sie an wilden Bienenhonig herankommen wollen, müssen sie die Bienen zuerst mit Rauch vertreiben. Aber auch dann werden die Menschen gestochen.

„Wozu dient der Stachel?

Bei einigen Arten dient der Stachel zum Ablegen von Eiern, aus denen sich junge Bienen entwickeln. Andere, so auch die Honigbiene, brauchen den Stachel, um sich gegen Feinde zu wehren. Oft fühlen sie sich schon bedroht, wenn sie sich eingeengt fühlen. Dies geschieht beispielsweise, wenn sie uns unter ein Kleidungsstück geraten.“(3)

 

(1).. https://www.kindernetz.de/wissen/tierlexikon/steckbrief-biene-100.html

(2).. https://www.bee-careful.com/de/initiative/gelee-royale/

(3).. https://klexikon.zum.de/wiki/Bienen#:~:text=Bienen%20geh%C3%B6ren%20zu%20den%20Insekten,haben%20am%20Hinterleib%20einen%20Stachel.

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