Sabine Kodatsch

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Käfer

von | 11. Nov 2022 | 0 Kommentare

„Käfer gehören zu den Insekten. Käfer leben auf der ganzen Welt, nur nicht im Meer oder am Nordpol und Südpol. In Europa kennt man über 20.000 Arten.

Jeder Käfer hat sechs Beine. Die Fühler nennt man bei den Käfern „Antennen”. Käfer können sehr verschieden groß sein und sehr unterschiedlich aussehen. Das hängt davon ab, wo sie leben: Manche Käfer leben auf Bäumen. Wenn sie vor einem Feind fliehen müssen, lassen sie sich einfach herunterfallen. Diese Käfer sind eher rund und ihre Antennen kurz.

Die vorderen Flügel der Käfer sind sehr hart und beschützen die übrigen Flügel wie eine Haube. Daher fliegen Käfer nicht so schnell wie andere Insekten. Es gibt sogar Käfer, die gar nicht fliegen können.

Die Menschen teilen die Käfer in Schädlinge oder Nützlinge ein. Zu den Schädlingen zählt man zum Beispiel den Borkenkäfer. Er gräbt unter der Rinde von Bäumen Kanäle. Dadurch trocknet der Baum aus und stirbt ab. Ein Nützling ist hingegen der Marienkäfer: Er frisst gerne Läuse und hilft somit den Gärtnern.

Wie leben Käfer?

Viele Käfer ernähren sich ausschließlich von Pflanzen. Sie fressen Blüten, Samen, Stängel, Wurzeln und viele andere Pflanzenteile. Es gibt aber auch Käfer, die ernähren sich von anderen Insekten. Manche fressen sogar Aas. Das sind bereits gestorbene Tiere. Davon fressen sie fast alles. Der Kot der Käfer ist für die Natur wieder Humus und Dünger.

Käfer vermehren sich durch Eier. Wie viele es sind, hängt stark von der Art der Käfer zusammen. Aus den Eiern schlüpfen dann die Larven. Die häuten sich mehrmals, während sie wachsen. Schließlich verpuppen sie sich. In der Puppe wird der ganze Körper umgebaut. Fühler, Beine und Flügel erkennt man meist schon an der Puppe. Dann schlüpft daraus der Käfer. Das alles geschieht in unseren Ländern einmal im Jahr.

Käfer haben viele Feinde: Die meisten Vögel fressen Käfer, zumindest gelegentlich. Aber auch für Säugetiere wie Igel, Mäuse, Maulwürfe oder Fledermäuse sind Käfer ein Leckerbissen. Auch Fische, Amphibien und Reptilien fressen gerne Käfer. Und nicht zuletzt gibt es Käfer, die andere Käfer fressen.“(3)

Schädlinge

„Als Schädlinge bezeichnen wir Tiere oder Pflanzen, die dem Menschen in besonderer Weise schaden. Sie können Gemüse oder Obst befallen, aber auch Holz oder Wohnräume und deren Einrichtungen. Wenn sie den Menschen selber befallen, nennen wir sie eher „Krankheitserreger“.

Schädlinge entwickeln sich vor allem dort, wo der Mensch in die Natur eingegriffen hat. Menschen bebauen gerne große Felder mit ein und derselben Pflanze, beispielsweise mit Mais. Das nennt man Monokultur. Das bringt jedoch die Natur aus dem Gleichgewicht und gibt einzelnen Arten von Lebewesen die Möglichkeit, sich rasant zu vermehren. Diese Arten fressen dann alles kahl. Das nennen wir Menschen Schädlinge.

Aber für die Natur gibt es keine Unterscheidung in Nützlinge und Schädlinge. Alles, was lebt, trägt zum Kreislauf des Lebens bei. Die Menschen sehen das aber meist vorwiegend von ihrem eigenen Vorteil aus. Sie bekämpfen Schädlinge häufig mit Giften. Bei Schädlingen im Haus muss man oft einen Schädlingsbekämpfer einsetzen.

Welche Arten von Schädlingen gibt es?

Die Schädlinge in Obst, Gemüse, Getreide oder Kartoffeln nennt man Agrarschädlinge: Blattläuse lassen Blätter verdorren, Pilze zerstören Erdbeerkulturen oder Weinberge, Kaninchen in Australien oder Mäuse fressen ganze Gärten und Felder kahl.

Im Wald gibt es die Forstschädlinge. Der bekannteste unter ihnen ist der Borkenkäfer, der seine Gänge unter Baumrinden anlegt und somit den Baum zum Vertrocknen und Absterben bringt. Der Eichenwickler ist ein Schmetterling, dessen Larven Bäume zum Absterben bringen, die meist vorher schon geschwächt waren.

Wenn uns Mäuse oder Ratten an die Vorräte gehen, sprechen wir von Vorratsschädlingen. Auch die Kleidermotte gehört dazu. Das ist ein Schmetterling, der uns als Larve Löcher in die Kleider frisst. Auch der Schimmelpilz gehört dazu, wenn er unser Brot oder die Marmelade ungenießbar macht.

Besonders gefürchtet ist die Küchenschabe oder Kakerlake. Dieses Insekt wird bei uns 12 bis 15 Millimeter groß. Es lebt besonders gerne in unseren Nahrungsmitteln, aber auch in Kleidern. Die Küchenschabe macht nicht nur unsere Vorräte ungenießbar. Ihre Speichel-, Haut- und Kotresten können auch Krankheitserreger enthalten. Diese können Allergien, Ekzeme und Asthma auslösen.

Es gibt aber auch pflanzliche Schädlinge, die sich direkt über die Wohnräume hermachen. Gefürchtet sind verschiedene Arten von Schimmel. Das sind besondere Pilze. Wenn die sich erst mal in Wänden oder Möbeln breit gemacht haben, muss in der Regel ein Fachmann her: In diesem Fall ist es aber nicht der Schädlingsbekämpfer, sondern eine spezialisierte Baufirma.“(4)

Borkenkäfer

„Borkenkäfer sind eine Gruppe von Käfern. Die meisten Borkenkäfer fressen sich von außen durch die Rinde eines Nadelbaums und vermehren sich dort. Bekannt sind sie, weil sie ganze Wälder zum Absterben bringen können.

Es gibt auf der ganzen Welt etwa 6.000 Arten von Borkenkäfern. Sie sind braun oder schwarz. Einzelne Arten werden etwas über einen Zentimeter lang. An ihrem Körper sieht man von oben drei Teile: Die beiden Deckflügel und den Halsschild. Darunter verbirgt sich der Kopf, den man von oben nicht sieht. Borkenkäfer gehören zum Ökosystem Wald. Sie helfen mit beim Abbau toter Bäume, damit daraus neuer Humus werden kann. Wenn sie in Massen auftreten, rechnet sie der Mensch zu den Schädlingen.

Bei uns gibt es fast nur eine besondere Art des Borkenkäfers mit dem Namen Buchdrucker. Er wird etwa fünf Millimeter lang. Der Name kommt daher: Die Larven graben Gänge unter der Rinde. Wenn man die Rinde vom Baum löst, entdeckt man ein Relief das aussieht, wie früher die Druckplatten, die man im Buchdruck verwendet hat. Waldarbeiter und selbst Förster sprachen mal vom Borkenkäfer und mal vom Buchdrucker und meinen immer denselben Käfer.

Es gibt noch einen weiteren Borkenkäfer, der dieselben Schäden anrichtet. Es ist der Kupferstecher. Er ist nur knapp drei Millimeter groß. Bei uns kommt er nicht so häufig vor.

Wie lebt der Buchdrucker?

Ein Buchdrucker kann bis zu drei Kilometer weit fliegen. Der Wind kann ihn aber noch weiter tragen. Dann setzt er sich am liebsten auf eine Fichte, eine Weißtanne oder auf eine Kiefer. Dort bohrt er sich durch die Rinde. Der Baum versucht sich mit seinem Saft, dem Harz, gegen den Eindringling zu wehren. Das gelingt ihm nur, wenn ihn nicht zu viele Käfer angreifen.

Unter der Borke gräbt das Männchen eine Höhle, die Rammelkammer. Nach der Befruchtung legt das Weibchen seine Eier unter die Borke. Etwa vierzig Larven graben sich danach ihren eigenen Gang. Sie werden sich verpuppen und ausfliegen. Das nennt man eine Generation. Etwa zehn Weibchen schaffen es, sich weiter zu vermehren. Am Ende der zweiten Generation sind es dann also etwa einhundert Weibchen. Nach der dritten Generation sind es tausend. So weit kann es in einem Jahr kommen, wenn es für die Buchdrucker geeignet ist.

Die Männchen kennen besondere Tricks: Einen Teil des Harzes können sie in Duftstoffe umwandeln. Damit „rufen“ sie weitere Männchen zu sich. So werden geeignete Bäume schnell befallen. Wenn es langsam eng wird, produzieren die Männchen einen anderen Duftstoff aus, der das Ende anzeigt. Dann kommen keine weiteren Käfer mehr und der Baum stirbt nicht ab, bevor die Jungtiere ausgeflogen sind.

Warum richten Borkenkäfer so großen Schaden an?

Borkenkäfer nutzen die Schwächen der Bäume aus. Dabei helfen ihnen Stürme. Wenn Bäume am Boden liegen, beginnen sie zu vertrocknen. Sie können dadurch weniger Harz herstellen und damit die Käfer bekämpfen. Trockene Jahre begünstigen dies zusätzlich. Durch den Klimawandel nehmen trockene Jahre bei uns zu.

Vielerorts haben die Menschen unnatürliche Wälder angepflanzt. Es sind Monokulturen, die meist ausschließlich aus Fichten bestehen. Diese Wälder sind allgemein weniger widerstandsfähig. Gerade Fichten fallen bei Stürmen leichter um als zum Beispiel Buchen oder Eichen. Mit ihren kurzen Wurzeln können die Fichten auch einer Trockenheit schlecht widerstehen.

Der Buchdrucker hat wenige Feinde wie etwa bestimmte Spechte. Für die Natur ist es auch nicht schlimm, wenn ein ganzer Wald zugrunde geht. Dann sterben auch die Buchdrucker ab. Die Vögel tragen Samen herbei oder es sprießen Samen, die noch im Boden lagen. Wirklich schlimm ist ein starker Befall nur für die Waldbesitzer. Wenn man die beschädigten Bäume rasch aus dem Wald holt, kann man sie zwar noch verkaufen. Sie sind aber weniger Wert als gesunde Bäume.

Manchmal sieht man im Wald Fallen mit Lockstoffen für den Buchdrucker. Damit kann man ihn aber nicht besiegen. Man kann nur feststellen, ob gerade viele oder wenige unterwegs sind. Chemische Sprühmittel gibt es zwar, aber die werden wegen ihrer Gifte kaum eingesetzt.“(1)

„Besser als sein Ruf: der Borkenkäfer

Auch wenn sein Ruf nicht der beste ist: Borkenkäfer gehören eigentlich nicht zu den Schädlingen im Wald. Ist der Wald gesund, spielen sie als so genannte Destruenten eine wichtige Rolle im Ökosystem, das heißt sie zersetzen organisches Material. Nur wenige Borkenkäferarten wie der Buchdrucker können lebende Bäume so weit schädigen, dass diese absterben.

Buchdrucker und Kupferstecher gehören zu den Rindenbrütern, die sich von den saftführenden Schichten ernähren und die Bäume damit zum Absterben bringen. Wird ein Kupferstecher-Befall bemerkt, ist es für den Baum meist zu spät.

Problematisch wird es, wenn die Borkenkäfer sich explosionsartig vermehren. Dann können sie großen wirtschaftlichen Schaden im Wald anrichten. Betroffen ist auch gelagertes Holz, das durch den Befall stark an Wert verliert. Begünstigt wird die Ausbreitung des Borkenkäfers vor allem durch Monokulturen.“(2)

(1).. https://klexikon.zum.de/wiki/Borkenk%C3%A4fer#:~:text=Borkenk%C3%A4fer%20graben%20sich%20unter%20die,W%C3%A4lder%20zum%20Absterben%20bringen%20k%C3%B6nnen.

(2).. https://www.planet-wissen.de/natur/insekten_und_spinnentiere/kaefer/pwienuetzlingeundschaedlinge100.html#Borkenkaefer

(3).. https://klexikon.zum.de/wiki/K%C3%A4fer

(4).. https://klexikon.zum.de/wiki/Sch%C3%A4dlinge

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