Sabine Kodatsch

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Finken

von | 23. Sep 2022 | 0 Kommentare

Finken sind eine Familie der Singvögel. Sie kommen auf der ganzen Welt vor, außer in der Antarktis, in Australien und Neuseeland sowie auf einigen kleineren Inseln. Insgesamt gibt es etwa 200 verschiedene Arten von Finken. In den deutschsprachigen Ländern gehören sie zu den häufigsten Vögeln mit etwa 10 bis 15 verschiedenen Arten. Der Buchfink kommt hier am häufigsten vor.

Finken sind mittelgroße Vögel. Vom Kopf bis zum Ansatz der Schwanzfedern messen sie 9 bis 26 Zentimeter. Sie wiegen je zwischen sechs Gramm und hundert Gramm. Finken haben einen starken Schnabel, weil sie viele Körner fressen. Mit dem Schnabel können sie sogar einen Kirschkern knacken.

Wie leben Finken?

Finken leben gerne in Nadelwäldern oder in Laubwäldern, dort vor allem auf Buchen. Einige Arten haben lieber Parks und Gärten. Andere Arten leben in Savannen, in der Tundra oder sogar in Sumpfgebieten. Sie fressen am liebsten Samen, Früchte oder Knospen, die im Frühling austreiben. Mit Insekten, Spinnen und Regenwürmern füttern sie vor allem ihre Jungtiere.

Nur wenige Finken im Norden sind Zugvögel. Dazu gehört insbesondere der Bergfink, der bei uns überwintert. Die meisten Finken bleiben immer am selben Ort. Das Nest bauen vor allem die Weibchen und legen drei bis fünf Eier hinein. Für die Brut brauchen sie etwa zwei Wochen. Beide Eltern füttern die Jungtiere. Nach zwei bis vier Wochen verlassen die Jungtiere das Nest. Die meisten Finken brüten zweimal im Jahr, in den Tropen auch öfter.

Finken haben viele Feinde. Marder, Eichhörnchen und Hauskatzen fressen gerne Eier oder Jungvögel. Aber auch Greifvögel wie der Sperber oder der Turmfalke schlagen oft zu. Bei uns sind die Finken aber nicht gefährdet. Es gibt zwar ausgestorbene Arten, aber jede von ihnen hat nur eine einzige kleine Insel besiedelt. Wenn dort eine bestimmte Krankheit auftrat, wurde manchmal die ganze Art ausgerottet.

Welches sind bei uns die wichtigsten Finkenarten?

An der Spitze steht der Buchfink.

Ebenfalls recht häufig sehen wir den Grünfink. Er ernährt sich gerne von Getreidekörnern auf den Feldern. Weil die Menschen oft Vögel füttern, lebt der Grünfink auch in Städten und Dörfern. Er hat einen besonders starken Schnabel und kann deshalb vieles fressen, was andere Finken nicht knacken können. Seine Nester baut der Grünfink in Hecken und Gebüsche. Das Weibchen legt fünf bis sechs Eier und brütet sie zwei Wochen lang selber aus. Bei der Fütterung der Jungtiere hilft dann auch das Männchen mit.

Die Bergfinken brüten in Nordeuropa und in Sibirien und verbringen den Winter bei uns. Sie leben nur in der Nähe von Buchen, weil sie sich von den Bucheckern ernähren. Bucheckern nennt man die Nüsschen, also die Samen der Buchen. Bergfinken kommen in großen Schwärmen bei uns an, so dass der Himmel fast schwarz ist.“(2)

Im weiteren gehe ich auf den Buchfink ein:

Buchfink

„Der Buchfink ist mit 15 cm etwa so groß wie ein Spatz. An seinen dunklen Flügeln sind die Ränder der Federn weiß. Das ist für Finken sehr typisch. Das Männchen ist sehr auffällig gefärbt. Es hat einen rotbraunen Rücken, eine rötliche Brust und taubenblaue Federn auf dem Hinterkopf. Das Weibchen lässt sich gut von ihm unterscheiden. Es hat nämlich ein braunes Gefieder. Der Buchfink gehört zu den Singvögeln.“(1)

„In der Schweiz ist er sogar der häufigste Vogel überhaupt. Er sucht sich seine Nahrung vor allem auf dem Boden. Auch beim Futterbrett sammelt er vor allem vom Boden auf, was andere Vögel herunterfallen ließen.

Fortpflanzung

Das Weibchen baut das Nest allein und legt dann vier bis sechs Eier hinein.“(1) Es baut ein kunstvolles Napfnest meist ganz oben in Bäumen und Büschen aus Moos, Gras, Wurzeln, Tierhaaren und Federn.

„Nur das Weibchen brütet, etwa zwei Wochen lang. Bei der Fütterung hilft dann auch das Männchen mit. Viele Weibchen ziehen im Winter in den Süden. Deshalb gibt es hier im Winter vorwiegend Männchen.“(2)

„Wo lebt der Buchfink?

Der Buchfink besiedelt ganz Europa, Teile von Asien und Nordafrika am Mittelmeer. Dort bleibt er auch im Winter. Nur aus Osteuropa und Asien ziehen die Buchfinken im Herbst in den Süden. Dann haben sie im Winter genug Nahrung. Dabei können sie mehr als 3000 km zurücklegen.

Wie alt kann der Buchfink werden?

Das erste Lebensjahr ist für den Buchfinken am schwierigsten. Danach hat er gelernt, wo er sein Futter findet und kann in freier Wildbahn bis zu 13 Jahre alt werden.

Wie lebt der Buchfink?

Der Buchfink ist tagaktiv. Er wohnt in dichten Wäldern und auch gern in Gärten mit Hecken. Dort findet er alles, was er zum Brüten braucht. Das Weibchen baut das Nest ganz allein in Bäume oder Hecken. Mit Haaren und Federn wird das Nest schön weich und warm. Von außen ist es dann mit Gras und Moos getarnt. So haben die Raubtiere es sehr schwer, das Nest zu entdecken.

Was frisst der Buchfink?

Mit seinem kurzen Schnabel pickt der Buchfink seine Nahrung vom Boden auf. Er frisst gerne Beeren und Samen, aber auch Insekten und Spinnen. Seine Küken füttert der Buchfink mit Insekten und Larven.

Besonderes

Fast jeder kennt den schmetternden Gesang des Buchfinken, den Finkenschlag. Seinen Gesang kann man schon Ende Februar in den Gärten hören und das manchmal mehrere hundert Mal pro Stunde. So singt er am liebsten von einem erhobenen Platz aus. Der Buchfink kann vermutlich sogar das Wetter vorhersagen, denn mit seinem eintönigen „Regenruf“ kündigt er schlechteres Wetter an.“(1)

„Der Buchfink hat nicht nur den einen Gesang. Man unterscheidet zwischen dem Gesang, dem Ruf, dem Regenruf, Alarmruf und Flugruf. Alle finden in spezifischen Situationen Verwendung.

Man sagt dem Buchfinken verschiedene Dialekte nach. So soll der Gesang im Norden Deutschlands anders klingen als im Süden von Deutschland. Aber auch auf kleine Distanz lassen sich Unterschiede feststellen.

Vor allem in den warmen Monaten hallen etliche Vogelgesänge durch die Luft. Als einer der Stammvögel in Deutschland ist es kein Wunder, dass auch der Buchfink seinen Gesang vorträgt. Bei so vielen unterschiedlichen Vogelgesängen ist es schwer, ohne Vorkenntnisse den Gesang dem richtigen Vogel zuzuordnen.

Durch seinen schönen Gesang wurde der Buchfink im 15. Jahrhundert oft als Käfigvogel gehalten. Der Buchfink Gesang ist sehr einprägsam und wird charakteristisch sehr konstant mit Wiederholungen vorgetragen. Nicht zu verwechseln ist der Gesang mit den Rufvariationen, denen sich der Buchfink  je nach Situation bedienen kann.

Der Buchfink bedient sich je nach Situation aus seinem Repertoire. Die Männchen singen lautstark zu Beginn der Paarungszeit im Frühjahr beziehungsweise März. Aber auch im Sommer hört man die Buchfinken noch laut singen.(4)

Dieser dient zur Anlockung von Weibchen und zur Reviermarkierung. In Stadtgebieten beginnt der Buchfink am Tag früher zu singen als in Waldgebieten. Dies ist auf die künstliche Beleuchtung und den städtischen Lärm zurückzuführen. Ab einer gewissen Lärmbelastung hören die Buchfinken wieder ganz auf zu singen.

Neben dem lautstarken Gesang gibt der Buchfink auch verschiedene Rufe von sich. Diese sind das ganze Jahr über zu hören. Vor dem Regen, wenn die anderen Vögel schon verstummt sind, bedient sich der Buchfink seines Regenrufs. Während seinem Flug zwitschert er leise seinen Flugruf.“(4)

„Das Männchen singt schmetternd und beschleunigend Di di di-till- tiltiltiltil-da-vi-zio. Der häufigste Ruf ist ein einsilbiges pink.

So ruft der Buchfink

So singt der Buchfink“(3)

Schutz

Der Buchfink ist nicht vom Aussterben bedroht. Im Gegenteil: Er ist der häufigste Vogel in Europa. Das liegt daran, dass der Buchfink keinen besonderen Lebensraum braucht. Ein paar Bäume und Sträucher genügen ihm und die kann er fast überall finden.“(1)

 

(1).. https://junior-ranger.de/lexikon/buchfink/#:~:text=Der%20Buchfink%20ist%20mit%2015,M%C3%A4nnchen%20ist%20sehr%20auff%C3%A4llig%20gef%C3%A4rbt.

(2).. https://klexikon.zum.de/wiki/Finken

(3).. http://www.medienwerkstatt-online.de/lws_wissen/vorlagen/showcard.php?id=798

(4).. https://www.petmeister.de/buchfink-gesang/

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