
Dein Kind liebt Tiere, aber du fragst dich: Wie erkläre ich Hundebegegnungen so, dass es sicher, freundlich und selbstbewusst bleibt? Genau hier hilft die Haltung aus meinem Kinderbuch „Aufregung im Eichenwald„. Auch wenn in Aufregung im Eichenwald keine Hunde vorkommen, zeigt Tobi, der fliegende kleine Steinpilz, wie es geht: Er fragt erst, bevor er handelt, er hilft, wenn es passt, und er respektiert Grenzen. Als Karli, das Eichhörnchen, im Baum festsitzt, wird deutlich: Mut bedeutet nicht Drauflosstürmen, sondern klug bleiben, gut hinschauen und rücksichtsvoll sein. Diese Mischung aus Mut und Rücksicht ist perfekt, um Kindern den Umgang mit Hunden zu erklären.
Wichtig ist dabei: Kinder müssen einfache, klare Regeln bekommen – wie Tobi sie lebt. So werden Hundebegegnungen zu einem kleinen Alltagsabenteuer voller Respekt und Sicherheit statt zu einem unkontrollierten Durcheinander. Und ganz nebenbei üben die Kleinen Werte, die auch in Aufregung im Eichenwald zentral sind: Empathie, Verantwortung und ein soziales Miteinander.
Mein Kinderbuch „Aufregung im Eichenwald“
Mein Kinderbuch handelt von einem kleinen Steinpilzjungen namens Tobi, der eine besondere Gabe besitzt: Er kann fliegen! Diese seltene Fähigkeit zum Fliegen hat nur er. Leider wird Tobi von den anderen Dorfkindern ausgeschlossen, weil er anders ist und fliegen kann. Tobi hat nur eine Freundin und seine Schwester, die zu ihm halten.
Eines Tages versteigt sich das kleine Eichhörnchen Karli in einem hohen Baum und kommt nicht mehr allein herunter – alle sind ratlos, wie sie Karli helfen können. Jedoch bald sind sich die Dorfkinder einig: Es kann nur einer Karli helfen – der kleine Tobi. Doch wird der Steinpilzjunge helfen?
In einer aufregenden Rettungsaktion fliegt Tobi zu Karli und bringt ihn sicher auf den Boden. Jetzt müssen die Pilzkinder erkennen, dass Tobis außergewöhnliche Fähigkeit auch sehr nützlich ist und Anderssein nicht schlecht ist. Er wird in die Gemeinschaft aufgenommen.
Im Anhang des Kinderbuchs können die Kleinen noch Malen, Basteln, Rätseln und kindgerecht über einige Pilzsorten und Kastanien lernen.
Das Kinderbuch ab 4 Jahren enthält zahlreiche, von mir gefertigte, Illustrationen. Es werden Werte wie Mut, Toleranz, Verantwortung, Empathie, Ehrlichkeit, Selbstvertrauen, Gerechtigkeit und Dankbarkeit vermittelt.
Die Tobi-Regel: Erst fragen, dann handeln
Im Eichenwald fragt Tobi sinngemäß: „Wie kann ich helfen?“ – und wartet, bis klar ist, was wirklich gebraucht wird. Genau so starten Kinder am besten jede Hundebegegnung: Erst fragen, dann handeln.
So kannst du das deinem Kind beibringen:
- Wenn ihr einen Hund seht, bleibt ihr beide kurz stehen.
- Du sagst: „Wir machen es wie Tobi – wir fragen zuerst.“
- Dann fragt ihr freundlich den Halter: „Dürfen wir Ihren Hund streicheln?“
- Gibt es ein Nein oder ein Zögern? Das ist okay. Tobi respektiert Grenzen – wir auch.
- Ist es ein Ja, erklärst du deinem Kind, wie es ruhig und sicher Kontakt aufnimmt (siehe Do-Liste unten).
Wichtig: Kein Kontakt ohne erwachsene Erlaubnis. Kein Annähern, wenn kein Halter da ist. Genau wie Tobi erst schaut und hört, bevor er losfliegt, schauen Kinder erst, hören zu und entscheiden dann.
Do: So begegnen Kinder Hunden sicher
Mit Tobis ruhiger Art im Kopf fällt das Üben leicht. Diese Schritte kannst du mit deinem Kind einprägen und immer wieder spielerisch wiederholen:
- Ruhig atmen: „Einatmen wie Tobi, der vor dem Start tief Luft holt.“
- Seitlich stehen: Nicht frontal auf den Hund zugehen, sondern seitlich, damit es weniger aufdringlich wirkt.
- Hände unten lassen: Arme locker an den Seiten, keine Hände ins Gesicht des Hundes.
- Hund selbst schnuppern lassen: Der Hund darf zuerst „Hallo“ sagen – ohne, dass die Hand vor seine Nase gehalten wird.
- Nur nach Erlaubnis streicheln – und wohin: Brust oder Schulter sind sicherer als Kopf oder Rücken. Sanfte, kurze Streichelbewegungen.
- Leise sprechen: Ruhige Stimme, keine schnellen Bewegungen – so bleibt die Situation entspannt.
Erkläre es kindgerecht: „Wir machen es wie Tobi – freundlich, leise, langsam.“
Don’t: Das lassen wir lieber sein
Manches wirkt für Hunde bedrohlich oder unangenehm – selbst wenn Kinder es liebevoll meinen. Hilf deinem Kind, diese Fallen zu vermeiden:
- Nicht rennen: Rennen kann Jagdspiele auslösen.
- Nicht schreien: Laute Töne machen nervös.
- Nicht anstarren: Langes Fixieren wirkt wie eine Herausforderung.
- Nicht umarmen: Viele Hunde mögen Umarmungen nicht – sie fühlen sich eingeengt.
- Nicht über den Kopf beugen: Das kann bedrohlich wirken.
- Kein Futter geben: Unverträglichkeiten, Neid, Schlingen – zu viele Risiken.
Sag es in Tobi-Sprache: „Wir sind freundlich wie im Eichenwald – kein Drängeln, kein Quietschen, kein Festhalten.“
Freundlich oder genervt? Körpersprache lesen – wie Tobi achtsam schaut
In Aufregung im Eichenwald beobachtet Tobi zuerst, bevor er handelt. Genauso lernen Kinder, Hunde „zu lesen“. Wichtig: Schwanzwedeln allein heißt nicht automatisch freundlich. Entscheidend ist der ganze Körper.
Freundliche Signale:
- Weicher, lockerer Körper
- Locker getragene Ohren (je nach Rasse)
- Sanfter Blick, blinzelnd, nicht starr
- Ruhiger Atem, lockere Bewegungen
- Weiche, blinzelnde Augen
- Offenes Maul mit entspannter Zunge
- Spielaufforderung: Vorderkörper tief, Hinterteil oben (sogenannte Spielverbeugung)
Warnsignale:
- Steifer, angespannter Körper
- Fixierender Blick, eingefrorenes Gesicht
- Knurren, Lefzen hochgezogen
- Schwanz sehr hoch getragen oder ganz eingezogen
- Hastiges Lecken über die Schnauze oder Gähnen in stressigen Momenten
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„Einfrieren“: Hund stoppt plötzlich und wird ganz still
So erklärst du’s deinem Kind: „Wenn der Hund weich aussieht wie ein Blätterwipfel im Eichenwald, ist er meist entspannt. Wenn er steif ist wie ein Stock, braucht er Abstand – dann machen wir es wie Tobi: Freundlich bleiben und Raum geben.“
Wenn ein unbekannter Hund zuläuft: ruhig bleiben wie ein Baum, sicher sein wie der Igel
Manchmal taucht ein Hund ohne Halter auf oder läuft auf euch zu. Jetzt hilft ein klares Sicherheitsritual – und hier holen wir uns Hilfe aus dem Eichenwald.
- Steh wie ein Baum: Still stehen, Füße fest auf den Boden, Hände an die Seiten, Blick leicht abwenden. Nicht rennen, nicht fuchteln. Bäume sind langweilig – so verliert der Hund das Interesse.
- Mach dich klein wie der Igel: Wenn dein Kind stürzt oder unsicher wird, soll es sich ruhig klein machen, Knie anziehen, Hände über Nacken halten, Kopf schützen. Still bleiben, bis der Hund weg ist.
Sprich vorher darüber und übt es als Spiel: „Baum“ und „Igel“ sind schnell abrufbare Bilder, die Kindern ab 4 Jahren helfen. Und erinnere an Tobi: Er bleibt ruhig, auch wenn’s aufregend wird.
Richtig reagieren: ruhig, seitlich, mit Plan
Wenn ein Hund neugierig wird oder aufgeregt auf Kinder zuläuft, hilft ein klarer „Eichenwald-Plan“ – inspiriert von Aufregung im Eichenwald, wo Ruhe, Mut und Zusammenarbeit zählen.
So geht’s:
- Abstand halten: nicht auf den Hund zugehen, Blick abwenden (nicht starren).
- Ruhig bleiben: normal atmen, Arme hängen lassen oder vor dem Bauch zusammenfalten.
- Langsam seitlich entfernen: keine Rückenflucht, kein Rennen.
- Wenn der Hund stürmisch wird: „Baum werden“ – still stehen, Hände an die Seiten, Blick zum Boden.
- Wenn ein Kind fällt: „Igel machen“ – zusammenrollen, Knie anziehen, Hände über den Nacken. So wie der Igel seine Stacheln zeigt, setzt das Kind eine Grenze: „Bitte nicht.“
Häufige Situationen – kurz und klar
- Fremder Hund an der Leine: Nicht hinlaufen, nicht fragen – Abstand halten. Leinen bedeuten oft: Der Hund braucht gerade Hilfe/Ruhe.
- Freilaufender Hund kommt näher: Ruhig bleiben, Großgruppe mit Erwachsenen bilden, Kinder hinter dich nehmen, freundlich zum Besitzer sprechen. Kinder „Baum werden“ lassen.
- Bekannter Familienhund: Regeln gelten trotzdem. Auch der freundlichste Hund mag keine Umarmungen oder Anstarren.
- Hund und Essen/Spielzeug: Abstand. Wie im Eichenwald: Wer frisst oder sein „Nest“ hat, bekommt Raum.
Erinnere dein Kind: „Wir verhalten uns so rücksichtsvoll wie Tobi – dann fühlen sich alle sicher, wir und der Hund.“
Rollenspiel mit Tobi, Karli und den Vogel-Freunden
Regeln verankern sich am besten im Spiel. Nutze die Figuren aus Aufregung im Eichenwald, um Hundesituationen ohne echten Hund zu üben:
- Szene 1 – „Wir fragen zuerst“: Du spielst den Hundehalter, dein Kind ist Tobi. Tobi bleibt stehen, atmet ruhig, fragt freundlich: „Dürfen wir streicheln?“ Bei „Nein“ bedankt er sich und geht weiter. Bei „Ja“ zeigt Tobi langsame, seitliche Annäherung und sanftes Streicheln an der Schulter.
- Szene 2 – „Karli braucht Raum“: Karli (Eichhörnchen) mag heute keine Nähe. Dein Kind übt, ein „Nein“ zu akzeptieren. Übertrag: Manche Hunde wollen heute auch keinen Kontakt.
- Szene 3 – „Vogel-Stopp“: Die Vogel-Freunde sind die „Stopp“-Stimme. Ruft ein Vogel „Stopp! Baum!“, bleibt Tobi stehen wie ein Baum. Das trainiert das schnelle Umschalten in Sicherheitsmodus.
- Szene 4 – „Igel-Rolle“: Rolltuch oder Decke bereitlegen. Auf dein Signal „Igel!“ macht sich dein Kind klein und bleibt still, bis du „Alles gut“ sagst.
So bleibt der Transfer klar: Tobis Haltung – fragen, freundlich bleiben, helfen ohne zu stören – passt perfekt zu Hundebegegnungen. Und dein Kind erlebt, dass Rücksicht genauso mutig ist wie Losfliegen.
Elternsätze für den Alltag – kurz, klar, merkbar
Kinder brauchen einfache Worte, die sie in der Situation abrufen können. Diese Sätze kannst du mit deinem Kind üben und immer wieder in eurem Alltag sagen:
- „Wir fragen zuerst.“
- „Wir stehen wie ein Baum.“
- „Wir streicheln sanft an Schulter oder Brust.“
- „Wir lassen den Hund in Ruhe, wenn er Nein sagt.“
- „Wir atmen ruhig und reden leise.“
- „Wir laufen nicht, wir gehen langsam.“
Mach daraus kleine Reime oder klatscht die Sätze im Rhythmus – so bleiben sie hängen. Du kannst auch an eurem Garderobenhaken einen „Tobi-Zettel“ mit den Regeln aufhängen.
Mut, Rücksicht und gemeinsames Lernen – mit Aufregung im Eichenwald weiterdenken
Hundebegegnungen sind eine wunderbare Gelegenheit, über Mut, Rücksicht und Gemeinschaft zu sprechen – genau wie in Aufregung im Eichenwald. Tobi zeigt, dass Anderssein ein Geschenk ist, wenn wir es klug und freundlich einsetzen. Genauso zeigen Kinder Stärke, wenn sie Regeln beachten, Grenzen respektieren und aufmerksam bleiben.
Wenn du das Thema vertiefen möchtest, lies mit deinem Kind die Geschichte rund um Tobi, Karli und die Vogel-Freunde. Die liebevollen Illustrationen und die Extras im Anhang (Malen, Basteln, Rätseln und kindgerechtes Wissen rund um Pilze und Kastanien) bieten viele Anknüpfungspunkte für Gespräche über Gefühle, Fairness und Verantwortung. Für eure nächste Kuschel-Lesezeit ist Aufregung im Eichenwald eine schöne Wahl – vielleicht genau die Geschichte, die ihr gesucht habt.


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