
Tobi, der fliegende Steinpilzjunge aus meinem Kinderbuch „Aufregung im Eichenwald“, liebt es, neugierig zu sein. Zusammen mit seinen Freunden – einem fröhlichen Vogel, einem verschlafenen Igel und dem flinken Eichhörnchen Karli – entdeckt er mit dir den Frühling. In meinem Kinderbuch zeigt Tobi, dass Anderssein ein Geschenk sein kann; hier im Blogpost wird er zum Erklärbegleiter für große und kleine Naturdetektivinnen und -detektive. Los geht’s!
Vorlese-Impuls aus Tobis Welt:
„Tobi schwebt dicht über der Wiese. ‚Habt ihr’s gesehen? Über Nacht ist Glitzer auf die Halme gefallen!‘, ruft er seinem Vogelfreund zu.“
Mein Kinderbuch „Aufregung im Eichenwald“
Mein Kinderbuch handelt von einem kleinen Steinpilzjungen namens Tobi, der eine besondere Gabe besitzt: Er kann fliegen! Diese seltene Fähigkeit zum Fliegen hat nur er. Leider wird Tobi von den anderen Dorfkindern ausgeschlossen, weil er anders ist und fliegen kann. Tobi hat nur eine Freundin und seine Schwester, die zu ihm halten.
Eines Tages versteigt sich das kleine Eichhörnchen Karli in einem hohen Baum und kommt nicht mehr allein herunter – alle sind ratlos, wie sie Karli helfen können. Jedoch bald sind sich die Dorfkinder einig: Es kann nur einer Karli helfen – der kleine Tobi. Doch wird der Steinpilzjunge helfen?
Im Anhang des Kinderbuchs können die Kleinen noch Malen, Basteln, Rätseln und kindgerecht über einige Pilzsorten und Kastanien lernen.
Das Kinderbuch ab 4 Jahren enthält zahlreiche, von mir gefertigte, Illustrationen. Es werden Werte wie Mut, Toleranz, Verantwortung, Empathie, Ehrlichkeit, Selbstvertrauen, Gerechtigkeit und Dankbarkeit vermittelt.
Frost im Frühling – wenn die Nacht sich noch Winterkälte leiht
Manchmal wachst du im Frühling auf und alles funkelt silbrig: Grashalme, Blätter, sogar Tannenzapfen. Das ist Frost. Kindgerecht erklärt: Die Frühlingsnächte leihen sich noch ein bisschen Winterkälte. Besonders wenn der Himmel nachts klar ist, kann die Erde ihre Wärme wie eine Decke aus dem Fenster pusten – und dann wird’s am Boden kurz knackig kalt. Die feuchte Luft setzt sich als winzige Eiskristalle auf Pflanzen und glitzert am Morgen wie Feenstaub.
So erklärst du es deinem Kind:
- „Nachts ist der Himmel offen wie ein Fenster. Die warme Luft entwischt, die Erde kühlt ab – und das Wasser in der Luft wird zu Eiskristallen. Morgens sagt die Wiese dann: ‚Guten Morgen, ich trage Glitzer!‘“
Mini-Rollenspiel mit Tobi:
- Du bist Tobi: „Pssssst, hörst du, wie die Eiskristalle knistern?“
- Dein Kind ist der Igel: „Brrr! Ich rolle mich kurz ein und warte auf die Sonne.“ Ihr puste gemeinsam „Sonnenwärme“ in eure Hände und „taut“ den Frost auf.
Aprilwetter – wenn zwei Launen am Himmel spielen
Der April ist bekannt dafür, seine Meinung schnell zu ändern: Sonne, Wolken, Wind, Regen – und manchmal alles in einer Stunde. Warum? Warme Luft aus dem Süden und kühle Luft aus dem Norden treffen wie zwei Launen aufeinander. Dort, wo sie sich begegnen, wird die Luft unruhig: Wolken werden gebaut, Regenschauer flitzen durch, Wind pfeift, und dann reißt es plötzlich wieder auf. Wie eine himmlische Theaterbühne in Schnelldurchlauf.
So erklärst du es deinem Kind:
- „Stell dir vor, zwei Freunde – Warm und Kalt – spielen Fangen. Wo sie sich treffen, wirbeln sie die Luft durcheinander. Mal gewinnt Warm (Sonne), mal Kalt (Wolken, Regen).“
Vorlese-Impuls aus Tobis Welt:
- „Der Vogel ruft: ‚Tobi, schnell, da kommt ein Schauer!‘ – ‚Kein Problem‘, lacht Tobi und segelt unter einen breiten Eichenast. Als der Regen vorbei ist, tanzt Sonnenlicht auf seinen Pilzhut.“
Mini-Rollenspiel:
- Legt zwei Tücher auf den Boden – ein rotes (warm) und ein blaues (kalt). Du wackelst die Tücher aneinander. Immer, wenn sie sich berühren, ruft dein Kind: „Wolke!“, wedelst du höher: „Sonne!“ Ein kurzer, lustiger Wetter-Wechsel, ganz ohne nass zu werden.
Warum im Frühling so viel sprießt – der Lichtwecker klingelt
Im Winter schlafen viele Pflanzen. Im Frühling werden die Tage länger – und das ist der große Lichtwecker. Mehr Sonne bedeutet: Mehr Energie zum Wachsen. Knospen an Ästen „wachen auf“, öffnen sich und bilden Blätter und Blüten. Samen, die im Boden ausgeruht haben, spüren: Es ist warm und hell genug! Sie trinken Wasser, nehmen Nährstoffe auf und starten ihre kleine Blatt-Zuckerfabrik.
So erklärst du es deinem Kind:
- „Licht ist wie Frühstück für Pflanzen. Wenn die Sonne länger scheint, haben sie genug Energie, um loszulegen.“
Mini-Entdeckung mit Tobi:
- Tobi zeigt mit dem Finger auf eine Knospe: „Psst, hörst du’s? Sie kichert und sagt: ‚Ich bin gleich da!‘“ Nimm dein Kind mit raus und sucht an einem Strauch Knospen in drei Stadien: fest zu, halb offen, ganz offen. Macht ein „Knospen-Foto“ (Handy) und vergleicht nächste Woche noch einmal.
Vorlese-Impuls aus Tobis Welt:
- „Das Eichhörnchen Karli schnuppert an einer Knospe: ‚Mmmh, bald gibt’s Blätterrascheln!‘ Tobi nickt: ‚Das Licht hat den Wecker gestellt.‘“
Der besondere Regen-Duft – Petrichor, das Erd-Parfüm
Kennst du den warmen, leicht würzigen Duft, wenn die ersten Tropfen auf trockene Wege oder Waldboden fallen? Dieser Frühlingsduft heißt Petrichor – das Erd-Parfüm. Wenn die ersten Tropfen landen, kitzeln sie winzige Duftstoffe aus dem Boden und von ganz kleinen Pflanzenpröbchen und Blättchen. Die Luft trägt diese Düfte zu deiner Nase – darum riecht Regen, vor allem nach trockenen Tagen, „anders“ und oft sehr angenehm.
So erklärst du es deinem Kind:
- „Die Erde hat Parfüm. Wenn die ersten Tropfen kommen, sprüht sie es in die Luft – das ist der Regen-Duft.“
Schnupper-Ritual mit Tobi:
- Der Vogel macht den „Schnabeltest“: zwei tiefe Atemzüge nach dem ersten Nieseln. „Riecht nach Wald-Abenteuer!“, ruft er. Probiert’s nach dem nächsten Schauer: Augen zu, zweimal tief durch die Nase atmen, dann beschreiben: „Riecht’s eher nach Erde? Oder nach Moos? Oder nach frischen Blättern?“
Turbogräser – warum Gräser im Frühling so schnell wachsen
Gräser sind echte Frühlings-Sprinter. Ihr Trick: Die Wachstumspunkte sitzen ganz nah am Boden, wo es windgeschützt und oft wärmer ist. Kommen Licht, etwas Regen und angenehme Temperaturen zusammen, geben die Gräser Turbo-Gas. Während viele andere Pflanzen erst oben an den Spitzen wachsen, schieben Gräser von unten neue Halme nach. Deshalb siehst du manchmal innerhalb weniger Tage einen Unterschied.
So erklärst du es deinem Kind:
- „Gräser haben den Startknopf unten am Halm. Wenn Sonne, Wasser und Wärme da sind, drücken sie auf ‚Turbo‘.“
Mini-Forscherei mit Tobi:
- Steckt gemeinsam neben einen Grashalm einen kleinen, unspitzen Trinkhalm oder ein Stäbchen und markiert die aktuelle Höhe mit einem Faden. Messt nach zwei, drei Tagen noch einmal. Tobi flüstert: „Wow, du wächst ja wie ich fliege – schnell und leise!“
Kuschelsofa-Abenteuer: Vorlese-Impulse und Mini-Rollenspiele aus Tobis Welt
Mach Naturwissen gemütlich. Hier sind kurze Ideen, die du direkt beim Vorlesen oder auf dem Sofa spielen kannst – mit Tobi, dem Vogel, dem Igel und dem Eichhörnchen aus „Aufregung im Eichenwald“ als Figuren. Sie stammen nicht aus der Buchhandlungsszene, sondern sind kleine Zusatzfantasien für euren Familienmoment:
- Frostzauber
- Du liest vor: „Am Morgen glitzert die Wiese.“ Frage: „Was würde Tobi tun, damit der Igel nicht friert?“ Spielt: Tobi deckt den Igel mit „Sonnenstrahlen“ (einem gelben Tuch) zu.
- April-Drehbühne
- Du liest: „Am Himmel wechseln die Launen.“ Frage: „Wer ruft zuerst? Der Vogel bei Sonne oder das Eichhörnchen bei Regen?“ Spielt die Stimmen: fröhlich hell bei Sonne, platschend bei Regen.
- Lichtwecker
- Du liest: „Eine Knospe kichert.“ Frage: „Welche Farbe hat sie wohl innen?“ Dein Kind „malt“ die Farbe in die Luft, Tobi „öffnet“ die Knospe mit einer Handbewegung.
- Petrichor-Schnuppern
- Du liest: „Die Erde sprüht ihr Parfüm.“ Frage: „Wie riecht der Wald heute?“ Legt Wörter-Kärtchen parat: erdig, frisch, moosig, blumig. Dein Kind wählt und begründet.
- Gras-Turbo
- Du liest: „Der Startknopf sitzt unten.“ Frage: „Wohin rennt das Gras?“ Spielt: Das Gras „rennt“ nach oben, das Eichhörnchen feuert an, der Vogel zählt: „Eins, zwei, drei – WUCHS!“
Kleine, sichere Experimente für draußen und drinnen
Mit Tobi macht Forschen noch mehr Spaß. Drei einfache Ideen, die du ohne Aufwand ausprobieren kannst:
- Frostfänger
- Stelle abends eine flache Schale mit Wasser an einen sicheren, ebenen Ort im Garten oder auf den Balkon. Ist der Himmel klar und die Nacht frisch, findest du morgens Eis. Fühlt es sich glatt oder rau an? Beobachtet, wie die Sonne das Eis wieder schmilzt. (Bitte nur schauen, nicht lecken.)
- Regenwolke im Glas
- Fülle ein Glas fast bis zum Rand mit Wasser. Setze Rasierschaum als „Wolke“ oben drauf. Tropfe mit einer Pipette oder einem Löffel gefärbtes Wasser (Lebensmittelfarbe) auf die Schaumwolke. Wenn die „Wolke“ voll ist, regnet es ins Glas – wie beim Aprilwetter, wenn die Wolke zu schwer wird.
- Lichtwecker bei Samen
- Lege Kressesamen auf feuchtes Küchenpapier, hell ans Fenster. Jeden Tag kurz „Hallo“ sagen wie Tobi und ein Foto machen. Nach wenigen Tagen seht ihr: Der Lichtwecker funktioniert!
Gemeinsam staunen – mit Tobi an deiner Seite
Wenn du mit deinem Kind über Frost, Aprilwetter, sprießende Pflanzen, Regen-Duft und Turbogräser sprichst, entsteht dieses schöne Gefühl von „Aha – jetzt verstehe ich die Welt ein bisschen besser“. Genau dafür erschaffe ich Geschichten und Illustrationen wie in „Aufregung im Eichenwald“: Tobi zeigt, dass Anderssein stark machen kann, Mut ansteckend ist und Freundschaft trägt – und dass Neugier der beste Schlüssel zur Natur ist. Schnappt euch eine Decke, legt euch aufs Sofa, spielt die Mini-Rollenspiele, und lasst Tobis Welt eure Gespräche über den Frühling begleiten.
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