Sabine Kodatsch

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Hunde im Wald an die Leine: So schützt Du im Frühling Vögel, Eichhörnchen und Igel

von | 1. Mai 2026 | 0 Kommentare

Wenn im Frühling die Natur im Wald richtig lebendig wird, beginnt für viele Tiere eine ganz besonders sensible Zeit: die Brut- und Setzzeit. Genau dann brauchen Vögel, Eichhörnchen, Igel und viele andere Waldbewohner vor allem eins – Ruhe. Für Familien mit Hund ist das ein wichtiger Moment, um über Rücksicht, Naturschutz und einfache Waldregeln für Familien zu sprechen. Kindgerecht erklärt wird dieses Thema besonders greifbar, wenn Du an Geschichten anknüpfst, die Kinder schon kennen und lieben – zum Beispiel an meinem Kinderbuch  Aufregung im Eichenwald . Dort zeigt Tobi, der kleine fliegende Steinpilz, mit wie viel Mut, Empathie und Verantwortung man anderen im Wald helfen kann. Genau diese Werte passen wunderbar dazu, Kindern zu erklären, warum Hunde im Frühling im Wald an die Leine gehören.

Mein Kinderbuch „Aufregung im Eichenwald“

Mein Kinderbuch handelt von einem kleinen Steinpilzjungen namens Tobi, der eine besondere Gabe besitzt: Er kann fliegen! Diese seltene Fähigkeit zum Fliegen hat nur er. Leider wird Tobi von den anderen Dorfkindern ausgeschlossen, weil er anders ist und fliegen kann. Tobi hat nur eine Freundin und seine Schwester, die zu ihm halten.

Eines Tages versteigt sich das kleine Eichhörnchen Karli in einem hohen Baum und kommt nicht mehr allein herunter – alle sind ratlos, wie sie Karli helfen können. Jedoch bald sind sich  die Dorfkinder einig: Es kann nur einer Karli helfen – der kleine Tobi. Doch wird der Steinpilzjunge helfen?

Im Anhang des Kinderbuchs können die Kleinen noch Malen, Basteln, Rätseln und kindgerecht über einige Pilzsorten und Kastanien lernen.

Das Kinderbuch ab 4 Jahren enthält zahlreiche, von mir gefertigte, Illustrationen. Es werden Werte wie Mut, Toleranz, Verantwortung, Empathie, Ehrlichkeit, Selbstvertrauen, Gerechtigkeit und Dankbarkeit vermittelt.

Warum der Frühling im Wald so empfindlich ist

Im Frühling bauen viele Tiere ihre Nester, brüten ihre Eier aus oder ziehen ihren Nachwuchs groß. Manche Vögel brüten nicht hoch oben im Baum, sondern bodennah im Gebüsch oder sogar direkt am Boden. Auch junge Wildtiere liegen oft ganz still im hohen Gras oder am Waldrand und warten darauf, dass ihre Eltern zurückkommen. Für uns Menschen sieht der Wald dann oft friedlich und harmlos aus – aber tatsächlich ist er voller kleiner Kinderstuben.

Gerade deshalb gilt in vielen Regionen zwischen Anfang oder Mitte März und dem 15. Juli eine Leinenpflicht in der freien Landschaft. Dazu gehören oft Waldwege, Wiesen, Felder und Gewässer. Wichtig für Eltern: Die genauen Regeln können je nach Bundesland, Gemeinde oder Stadt unterschiedlich sein. In Parks oder im Stadtgebiet gelten manchmal andere Vorschriften. Am besten prüfst Du die lokalen Vorgaben beim Ordnungsamt oder Forstamt, bevor Ihr mit Hund loszieht.

Wenn Du mit Deinem Kind darüber sprichst, kannst Du an Aufregung im Eichenwald anknüpfen: Tobi hilft Karli, dem kleinen Eichhörnchen, in einer schwierigen Situation. Er schaut nicht weg, sondern handelt verantwortungsvoll. Genauso können auch wir Verantwortung übernehmen – nicht mit Flügeln wie Tobi, sondern mit einer ganz einfachen Leine.

Warum Hunde in der Brut- und Setzzeit an die Leine gehören

Viele Kinder lieben Hunde und denken zuerst: „Aber unser Hund will doch nur spielen!“ Genau hier hilft eine kindgerechte Erklärung. Ein Hund muss gar nichts Böses wollen, um im Wald große Unruhe auszulösen. Schon das Rennen durch Unterholz, Wiesen oder an den Waldrand kann Nester stören, Eier gefährden oder Jungtiere aufscheuchen. Elterntiere können sich erschrecken und sich dann ihrem Nachwuchs nicht mehr nähern, wenn sie Gefahr wittern.

Für Kinder lässt sich das gut in ein Bild übersetzen: Stell Dir vor, ein Baby schläft, und jemand rennt laut durchs Kinderzimmer. Dann bekommt das Baby Angst. Im Wald ist das ganz ähnlich – nur dass viele Tierkinder sich nicht bemerkbar machen können. Deshalb rettet Ruhe im Wald tatsächlich Leben.

Auch für den Hund selbst ist Freilauf im Frühling nicht immer sicher. Wildtiere verteidigen ihre Jungen. Das kann für Hunde gefährlich werden, wenn sie zu neugierig werden oder ungewollt zu nah kommen. Die Leine ist also nicht nur Schutz für Vögel und andere Waldtiere, sondern auch für den eigenen Hund.

Wer Aufregung im Eichenwald kennt, weiß: Im Eichenwald zählt Zusammenhalt. Tobi zeigt, dass Stärke nicht darin liegt, einfach alles zu tun, was man kann, sondern seine Fähigkeit sinnvoll und rücksichtsvoll einzusetzen. Genauso ist es mit dem Hund im Wald: Nicht alles, was möglich ist, ist auch in jeder Situation richtig.

Leinenpflicht im Wald: Was Familien wissen sollten

Das Thema Leinenpflicht im Wald ist nicht nur eine Empfehlung, sondern in vielen Regionen eine wichtige Regel zum Schutz der Natur. Besonders in der Brut- und Setzzeit wird darauf geachtet, dass Hunde in der freien Landschaft angeleint bleiben. Wer sich nicht daran hält, muss je nach Ort mit Bußgeldern rechnen. Diese können von kleineren zweistelligen Beträgen bis zu hohen dreistelligen oder sogar vierstelligen Summen reichen. Wenn nachgewiesen wird, dass Wildtiere oder ihre Nester gestört wurden, können die Strafen deutlich höher ausfallen.

Ausnahmen gelten meist nur für bestimmte Einsatz- und Arbeitshunde, zum Beispiel Blindenhunde, Polizeihunde, Rettungshunde, Hütehunde oder Jagdhunde – und auch das in der Regel nur während des Einsatzes oder der Ausbildung.

Für Eltern ist wichtig: Kinder müssen nicht alle Gesetzesdetails kennen. Es reicht oft zu sagen: „Im Frühling gibt es im Wald eine besondere Schutzzeit für Tierbabys. Darum bleibt der Hund an der Leine.“ So lernen Kinder nicht nur eine Regel, sondern auch den Sinn dahinter.

Auch das passt gut zur Botschaft von Aufregung im Eichenwald: Rücksicht, Verantwortung und Empathie sind Werte, die Kinder am besten verstehen, wenn sie mit Gefühlen und Geschichten verbunden werden. Tobi handelt nicht nur mutig, sondern denkt auch an andere – und genau das können Familien bei jedem Waldspaziergang vorleben.

So erklärst Du es Deinem Kind ganz einfach

Wenn Du Deinem Kind erklären möchtest, warum Vögel schützen und Naturschutz wichtig ist, helfen einfache Bilder. Du könntest sagen: „Einige Vögel haben ihre Kinderzimmer direkt am Boden. Rehkitze liegen im hohen Gras wie kleine versteckte Babys. Wenn ein Hund dort frei herumläuft, bekommen die Tiere Angst.“ Solche Vergleiche sind für Kinder viel verständlicher als abstrakte Regeln.

Besonders gut funktioniert auch der Vergleich mit der Leine als Sicherheitsgurt. So wie wir uns im Auto anschnallen, damit alle sicher sind, hilft die Leine im Wald dabei, Tiere und Hund zu schützen. Die Leine ist also kein „Gemeinsein“, sondern ein Schutzband für alle.

Wenn Dein Kind Aufregung im Eichenwald kennt, kannst Du fragen: „Was würde Tobi tun?“ Vermutlich würde er achtsam sein, helfen und auf die kleineren und schwächeren Waldbewohner achten. So wird die Geschichte zu einer Brücke in den Alltag. Kinder verstehen dann leichter, dass Rücksicht im Wald eine Form von Mut ist.

Mitmachideen für Familien im Wald

Kinder lernen am besten, wenn sie mitmachen dürfen. Statt nur „Nein, der Hund muss an die Leine“ zu sagen, könnt Ihr Euren Spaziergang in ein kleines Naturerlebnis verwandeln. Eine schöne Idee ist das Spiel „Rette-die-Nester“. Dabei bleibt Ihr bewusst auf den Wegen, beobachtet die Umgebung mit leisen Stimmen und schaut, welche Vogelstimmen Ihr hört oder ob Ihr irgendwo ein Nest aus sicherer Entfernung entdecken könnt – ohne näher heranzugehen.

Auch Müllsammeln ist eine tolle Beschäftigung für Kinder und stärkt ganz nebenbei das Gefühl, dem Wald etwas Gutes zu tun. So wird aus einem Spaziergang eine kleine Naturschutz-Mission. Gerade Eltern, die nach Waldregeln für Familien suchen, finden darin eine einfache und sinnvolle Idee.

Du kannst Dein Kind außerdem zum Nachdenken anregen: „Wie fühlt sich ein kleines Eichhörnchen oder ein Vogelbaby, wenn es plötzlich laut und hektisch wird?“ Dieser Perspektivwechsel fördert Empathie. Genau das ist auch ein Herzstück von Aufregung im Eichenwald: Die Geschichte zeigt, wie wichtig Mitgefühl, Zusammenhalt und Hilfe in schwierigen Momenten sind.

Was tun, wenn Ihr ein Jungtier entdeckt?

Wenn Ihr beim Spaziergang ein Jungtier seht, ist die wichtigste Regel: nicht anfassen, nicht mitnehmen, nicht bedrängen. Viele Tierkinder wirken allein, obwohl ihre Eltern in der Nähe sind oder bald zurückkommen. Am besten geht Ihr ruhig weiter und haltet Abstand. Wenn Ihr unsicher seid, ob das Tier wirklich Hilfe braucht, könnt Ihr die Wildtierhilfe oder das Forstamt kontaktieren.

Auch hier hilft eine kindgerechte Erklärung: „Nicht jedes Tierbaby, das alleine aussieht, ist wirklich verlassen. Manchmal wartet es einfach nur auf seine Mama.“ So lernen Kinder, dass Helfen nicht immer bedeutet, sofort einzugreifen. Manchmal ist das Beste, was wir tun können, Ruhe zu bewahren.

Das erinnert an Aufregung im Eichenwald: Tobi hilft nicht kopflos, sondern genau dort, wo seine Hilfe wirklich gebraucht wird. Diese Botschaft ist für Kinder sehr wertvoll – helfen mit Herz, aber auch mit Bedacht.

Woran Du erkennst, dass Dein Hund Wild aufgestöbert hat

Manchmal merken Eltern erst im Nachhinein, dass ihr Hund im Wald etwas aufgeschreckt haben könnte. Wenn der Hund plötzlich aufgeregt zurückkommt, Erde oder Fell an der Schnauze hat oder sogar etwas im Maul trägt, kann das ein Warnzeichen sein. In diesem Fall solltest Du ihn sofort anleinen und die Stelle zügig verlassen, damit sich die Situation nicht weiter zuspitzt.

Für Kinder kannst Du das so erklären: „Wenn unser Hund etwas Spannendes entdeckt hat, müssen wir besonders gut aufpassen. Dann braucht der Wald extra viel Ruhe.“ So wird aus einem möglichen Fehlmoment eine Lernchance.

Auch hier ist die Verbindung zu Aufregung im Eichenwald schön: Im Buch wird deutlich, dass besondere Fähigkeiten Verantwortung mit sich bringen. Tobi kann fliegen – aber entscheidend ist, wie er seine Fähigkeit einsetzt. Ein Hund kann schnell rennen und gut schnuppern – aber im Frühling braucht genau das eine liebevolle Begrenzung.

Rücksicht im Wald ist gelebter Zusammenhalt

Wer den Wald liebt, schützt seine Bewohner. Das gilt nicht nur für große Tiere, sondern auch für brütende Vögel, versteckte Jungtiere, Igel und Eichhörnchen. Gerade Kinder können das erstaunlich gut verstehen, wenn wir es ihnen ruhig, anschaulich und mit Herz erklären. Die Leine ist dann nicht einfach nur eine Vorschrift, sondern ein Zeichen von Rücksicht und Respekt vor dem Leben im Wald.

Aufregung im Eichenwald zeigt genau diese Haltung auf wunderbare Weise: Tobi erlebt, wie schmerzhaft Ausgrenzung sein kann, und entscheidet sich trotzdem für Mut, Hilfe und Gemeinschaft. Diese Werte lassen sich auch auf den Familienalltag im Wald übertragen. Wer achtsam unterwegs ist, auf Wegen bleibt und seinen Hund in der Brut- und Setzzeit anleint, zeigt Kindern ganz praktisch, was Verantwortung und Empathie bedeuten.

Wenn Du mit Deinem Kind noch weiter über Mut, Anderssein, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt sprechen möchtest, kann Aufregung im Eichenwald diese Themen auf liebevolle Weise vertiefen. Das Buch ist als Buch und Hörbuch erhältlich – und die passenden Ausmalbilder laden dazu ein, die Waldabenteuer mit Tobi kreativ weiterzuerzählen.

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Buchcover: Aufregung im Eichenwald

Aufregung im Eichenwald

Gebundene Ausgabe

ISBN: 9783948784812
Format: Hardcover
Erscheinungsdatum: 2023-06-01
Seitenzahl: 44 Seiten

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SABINE KODATSCH