Sabine Kodatsch

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Geburtstagsüberraschungen

von | 12. Jun 2021 | 2 Kommentare

Diesmal möchte ich Euch etwas über Hanne erzählen. Sie ist die kleine Schwester von Tobi und die Geschwister verstehen sich sehr gut.

Ich möchte Euch eine Geschichte über Tobi und Hanne erzählen:

Die Kinder wollen ihrer Mama zum Geburtstag eine Überraschung bescheren und entschließen sich für sie das Frühstück zu machen. Beide haben auch schon Geschenke für sie gemacht. Tobi hat ihr ein schönes Bild gezeichnet, auf das er sehr stolz ist, und Hanne hat ihr eine schöne Kette gebastelt.

Als erstes legen die Pilzkinder ihre Geschenke auf den Platz von Mama. “Was sollen wir für sie kochen: Kaffee oder Kakao?” fragt Hanne. “Wir machen Kakao, weil ich weiß nicht wie man Kaffee macht”, antwortet Tobi. Also nehmen sie einen großen Topf, schütten die Milch  rein und drehen den Herd auf. Danach decken sie den Tisch und vergessen auch nicht schöne Blumen zu Mamas Platz zu stellen. “Das sieht toll aus”, jubelt Hanne. “Sag mal was zischt denn da so in der Küche?”, fragt Tobi verstört. Erschreckt laufen beide in die Küche und stellen entsetzt fest, dass die Milch bereits kocht und überläuft. “Oje, was machen wir nur?” ruft Tobi verzweifelt. “Wir geben Kakaopulver in die Milch”, meint die Schwester. “Die Mama wird sich freuen, dass wir so fleißig waren und so viel Kakao gekocht haben!” Der Bruder ist einverstanden.

Dann läuft Tobi zum Bäcker und kauft Semmeln ein. Hanne geht in den Garten und pflückt Erdbeeren. “Was gibt es dazu? Marmelade oder Honig? Oder vielleicht ein weiches Ei?” überlegt sie. Als Tobi zurückkehrt, entscheidet er sich für weiches Ei. “Da muss man Wasser kochen, die Eier reingeben und drinnen lassen” erklärt er. Das machen sie auch. “Wir geben wenig Wasser rein, dann sind wir schneller fertig. Wir müssen uns beeilen”, warnt er. Sie drehen den Herd auf und geben die Eier in den Topf. Dann gehen sie ins Esszimmer und stellen noch Butter, Honig und Marmelade auf den Tisch.

Auf dem Boden steht noch sein schönes neues Auto, mit dem Tobi gestern spielte. Begeistert setzt er sich mit seiner Schwester hin und beginnt zu spielen. Sie kichern und sind glücklich bei ihrem Spiel.

Plötzlich gibt es einen lauten Knall aus der Küche. Entsetzt schießen die beiden in die Höhe und stehen entgeistert vor einem riesigen Durcheinander. Die Eier sind alle zerplatzt und der Inhalt und die Schalen sind in der ganzen Küche verteilt: am Boden, an der Wand und Decke. Hanne weint bitterlich: “Unsere ganze Überraschung ist kaputt.” schluchzt sie. Tobi tröstet sie.

Doch da bekommen sie noch einen Schreck. Die Mama fragt streng “Was ist das hier für eine Schweinerei ?” Sie wurde von dem unheilverkündenden Knall aus dem Bett getrieben. “Wir wollten dir eine Überraschung zum Geburtstag machen. Es gibt Kakao und Eier”, sagt Hanne betreten. “Naja, also Eier wohl nicht!” meint die Mama schon freundlicher, als sie die traurigen Gesichter der beiden Kleinen sieht. Die lachen und gemeinsam führen sie das Geburtstagskind zum gedeckten Tisch. Die Mama freut sich sehr und die Familie setzt sich zum Frühstück ohne Eier. Es schmeckt allen sehr gut. Dann bekommt sie die Geschenke von Tobi und Hanne. Die Mama freut sich sehr: “Das habt ihr wunderschön gemacht” sagt sie dankbar

“So und jetzt putzen wir alle vier”, meint die Mama. Die Kinder machen enttäuschte Gesichter, aber sagen nichts, denn sie sehen ein, dass sie die Schweinerei, die sie selbst gemacht haben, auch wieder weg putzen müssen. Aber die Familie singt lustige Lieder während der Arbeit und so haben alle Spaß daran.

“Und ich habe einen Vorschlag: Ich koche mit Euch einmal Eier. Ihr müsst genug Wasser in den Topf geben. Bei euch war kein Wasser mehr drinnen und so sind die Eier zerplatzt. Wenn ihr Kakao kocht, müsst ihr immer daneben stehen bleiben. Denn wenn die Milch kocht, steigt sie auf und da müsst ihr sofort den Topf von der Platte wegziehen. Natürlich dürft ihr nicht vergessen den Herd abzuschalten. Und immer mich rufen” erklärt die Mama.

“Wir werden es uns merken”, versprechen die Kinder. “Das nächste Mal holen wir den Papa zu Hilfe”. “Das ist die vernünftigste Idee”, stimmt die Mama zu.

Danach verleben die vier einen wunderschönen Tag und die Kinder schwören, dass sie nie wieder alleine an dem Herd herumhantieren. Denn da hatten alle Glück, dass niemand verletzt wurde.

“Also Achtung bei den elektrischen Geräten in der Küche, wozu auch der Herd zählt. Nur mit einem Erwachsenen bedienen”, wiederholt die Mama. Das merken sich Tobi und Hanne bestimmt.

Und Du auch!!

2 Kommentare

  1. Liebe Autorin,

    das werde ich mir merken. Was für eine liebe Geschichte. Ich habe wirklich lachen müssen. Außerdem habe ich mich gewundert, dass die Mutter nicht schon früher aufgewacht ist.

    Auch das mit dem Spielen hat so gut gepasst. Tja, es stimmt eben. Elektrische Geräte sollten niemals ohne Erwachsene bedient werden.

    Ich freue mich auf weitere Beiträge.

    LG

    Monika

    Antworten
  2. “Außerdem habe ich mich gewundert, dass die Mutter nicht schon früher aufgewacht ist.”

    Und das wiederum hat mich jetzt auch zum Lachen gebracht!

    Ich hab ja echt mitgefiebert, wie die Mutter wohl reagiert, und war dann auch sehr erleichtert als sie den guten Willen erkannt hat. Weil Tobi und Hanne einfach so lieb sind! Und gelernt daraus – das haben sie bestimmt auch 🙂

    Antworten

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