Sabine Kodatsch

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Ameisen – 2. Teil

von | 13. Mai 2022 | 0 Kommentare

„Ameisen gehören zu den faszinierendsten Lebewesen auf der Erde. Sie leben in großen Ameisenstaaten und jede einzelne Ameise hat eine ganz bestimmte Aufgabe zu erfüllen.“ (1)

„Wie sehen Ameisen aus?

Ameisen gehören zu den Insekten und damit zu den Gliedertieren. Sie besitzen einen Panzer aus Chitin, einem sehr harten Stoff.

Außerdem haben sie sechs Beine und einen Körper, der in drei Abschnitte gegliedert ist und aus Kopf, Brust und dem Hinterleib besteht.

Ein typisches Merkmal der Ameise ist die Taille, die sich zwischen Brust und Hinterleib befindet.“ (1)

Ameisen besitzen am Kopf zwei abgewinkelte Fühler, die Antenne genannt wird, zur Orientierung.

„Arbeiterinnen und Königinnen entstehen aus befruchteten Eiern, die Männchen dagegen aus unbefruchteten Eiern.“(1)

Die Jungköniginnen sind die fruchtbaren Weibchen. Sie haben ebenso wie Männchen Flügel, mit denen sie zum Hochzeitsflug und zur Paarung ausfliegen. Nach der Begattung werfen die Jungköniginnen ihre Flügel ab. Arbeiterinnen besitzen keine Flügel.

„Wo leben Ameisen?“

Ameisen gibt es von den Tropen bis zum Polarkreis und von der Küste und der Wüste bis zum Hochgebirge. „Die bekannte Größe Rote Waldameise lebt in Europa,  Sibirien und Nordamerika.“(1)

Ameisen sind va in Wäldern und auf Wiesen daheim. Unsere Große Rote Waldameise lebt in Laub- und Nadelwäldern.

„Welche Ameisenarten gibt es?“

Es gibt weltweit etwa 10.000 verschiedene Ameisenarten. Bei uns leben z. B. die Große Rote Waldameise und verschiedene Wiesenameisen.

„Wie leben Ameisen?“

Eine Ameise allein gibt es nicht – sie leben immer in Gruppen, bilden große Staaten und bauen mächtige Ameisenhaufen, die über ein Meter hoch sein können. In diesen leben sie. Dieses Ameisennest besteht aus unterirdischen Kammern und Gängen. Die Ameisen häufen die ausgehobene Erde darüber an.

In unseren kühlen Gegenden häufen die Tiere zusätzlich Reisig und Tannen- und Fichtennadeln darüber an, um das Nest und den Nachwuchs vor Kälte zu schützen.

„Manche Ameisenarten nagen aber auch Gänge in Baumstämme und legen dort ihre Nester an.

Ein Ameisenvolk, das in einem Staat zusammenlebt, kann aus bis zu einer Million Tiere bestehen; bei manchen Arten lebt aber nur etwa ein Dutzend Tiere miteinander.“(1)

Die Arbeitsteilung ist typisch für ein solches Ameisenvolk: Arbeiterinnen machen den größten Teil aus. „Diese unfruchtbaren Weibchen ohne Flügel sind für alle Arbeiten im Bau zuständig,  nur nicht für die Fortpflanzung.“ (1)

Unter ihnen existieren wiederum spezielle Gruppen, auch Kasten genannt, die für bestimmte Aufgaben zuständig sind. „Soldatinnen verteidigen das Nest, Außendienst-Ameisen bringen Futter, Ammen-Ameisen kümmern sich um den Nachwuchs. Diese Arbeiterinnen können in ihrem Magen die Nahrung speichern und später entweder an andere Ameisen verfüttern oder selbst verwerten.“(1)

Außerdem werden die Puppen von ihnen an die wärmsten Plätze im Bau gebracht, damit sie sich gut entwickeln können.

Es zeigt sich, dass Ameisen beim Bau des Nestes und beim Transport der Nahrung sehr kräftig sind: Sie sind in der Lage bis zum 30fachen ihres Körpergewichts zu tragen.

Es gibt eine oder mehrere Ameisen-Königinnen. Sie haben die einzige Aufgabe, Eier zu legen und so für Nachwuchs zu sorgen.

Ameisen sind in der Lage sich auch außerhalb ihres Nester sehr gut zu orientieren,  auch wenn sie bei der Nahrungssuche weit davon entfernt sind. Sie sehen auch erstaunlich gut, vor allem aber riechen sie sehr gut. Sie können auch die Schwerkraft sehr gut wahrnehmen und sich genau merken, wie steil ein Weg ist. Obendrein richten sie sich nach dem Stand der Sonne -ähnlich wie Bienen.

Am wichtigsten aber ist die Orientierung mit Duftmarken: Die Ameisen geben aus besonderen Drüsen Duftstoffe auf den Boden und Gegenstände am Wegesrand ab. So entstehen richtige „Duftstraßen“, auf denen die Tiere wieder mühelos zum Nest zurückfinden.

„Diese Duft-Spur wird nicht nur von der Ameise, die sie angelegt hat, erkannt, sondern auch von ihren Kolleginnen. So kann die Spur den Arbeiterinnen beispielsweise den Weg zu einer besonders ergiebigen Futterquelle weisen.“(1)

Ameisen verwenden andere Duftstoffe zur Warnung: Wenn eine Ameise eine Gefahr entdeckt, gibt sie einen Alarmduftstoff ab, der die anderen warnt.

Die einheimischen Ameisen sind für uns Menschen völlig harmlos. Sie werden nur lästig wenn sie in die Wohnung eindringen.

„Freunde und Feinde der Ameise“

„Ameisen haben viele Feinde: Vögel wie Spechte, aber auch Säugetiere wie der Dachs ernähren sich von ihnen. Und auch andere Insekten wie etwa der Ameisenlöwe machen Jagd auf sie: Er baut im sandigen Boden einen Trichter, in dem er die Ameisen fängt. (1)

Ameisen können  sich aber auch zur Wehr setzen – das spürt jeder, der schon mal auf der Wiese oder im Wald gesessen ist und von Ameisen gebissen wurde. „Sie bilden in speziellen Drüsen die Ameisensäure, die auf unserer Haut heftig brennt.

„Wie pflanzen sich Ameisen fort?“ (1)

Es sorgt nur eine für den Nachwuchs bei den Ameisen: Die Königin. Sie besitzt, solange sie jung ist, Flügeln. „Um sich mit den ebenfalls geflügelten Männchen zu paaren, fliegt sie zum Hochzeitsflug aus und wird begattet. Kurz nach der Paarung sterben die Männchen. Die befruchtete Königin bildet einen neuen Staat – meist zusammen mit ein paar Arbeiterinnen aus dem alten Volk.

Die Königin wirft ihre Flügel ab, gräbt sich im Boden ein und legt Eier. Nach zwei bis sechs Wochen schlüpfen die weißen Larven. Sie werden mit Nahrung versorgt, verpuppen sich nach einiger Zeit und schließlich schlüpfen aus den Puppen (auch Ameisen-Eier genannt) neue Ameisen. Aus manchen befruchteten Eiern können sich neue Königinnen entwickeln, wenn sie mit einem besonderen Futtersaft gefüttert werden“(1)

„Wie jagen Ameisen?“

Ameisen jagen Beutetiere, indem sie sie beißen und das tödliche Gift, die Ameisensäure, in die Beute spritzen.

„Was fressen Ameisen?

Ameisen ernähren sich sehr vielseitig: Sie fressen Pflanzensäfte, Früchte, Samen aber auch Tiere wie etwa die Larven von Blattwespen, viele andere Insekten und Aas.

Manche, wie zum Beispiel die Wiesenameisen, halten sich sogar Blatt- und Schildläuse, deren zuckerhaltige Ausscheidungen ihnen als Nahrung dienen. Diese Ausscheidungen werden Honigtau genannt.

Andere Ameisen-Arten ernähren sich von Pilzen, die sie in Kammern im Inneren ihrer Nester züchten.“ (1)

1..https://www.kindernetz.de/wissen/tierlexikon/steckbrief-ameise-100.html

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