Sabine Kodatsch

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Vorstellung Flip

von | 19. Nov 2021 | 0 Kommentare

Flip ist ein großer Fliegenpilzbub und sechs Jahre alt. Damit ist er der Älteste in der Kindergruppe und geht schon in die Schule, worauf er sehr stolz ist. Sein Lieblingsfach ist Deutsch und das Schreiben macht ihm viel Spaß – wenn nur nicht die Rechtschreibung wäre, denn die ist sein größtes Problem.
Flip ist sehr hilfsbereit, schlau, lustig und phantasievoll. Flip hat einen großen Bruder namens Fritz, der schon ins Gymnasium geht und um neun Jahre älter ist als er selber.
Fritz beschäftigt sich wenig mit seinem jüngeren Bruder und nur hier und da spielt er mit ihm Fußball. Dann freut sich Flip immer sehr und bemüht sich es seinem Bruder recht zu machen.
Er bittet Fritz öfters mit ihm zu spielen und da sagt dieser meist: „Nein. Begreife es doch, ich will nicht mehr spielen.“ Mit der Zeit versteht Flip, dass sich Fritz zum Spielen zu alt fühlt und läuft ihm nicht mehr nach.
Flip liest sehr gerne und hat es bereits gekonnt bevor er in die Schule gekommen ist. Am liebsten hat er Bücher mit Abenteuern oder Sagen. Wenn er nicht liest, spielt er mit seinen Autos und baut sich eine Rennbahn. Wenn er groß ist, möchte er Rennfahrer werden und übt dafür mit schnellem Radfahren.
Außerdem kocht und bäckt Flip gerne und hilft seiner Mama, die sich darüber sehr freut. Wenn seine Freunde zu Besuch kommen, dann kocht Flip voller Stolz Schokoladepudding und richtet belegte Brote her.
Er hat bereits zu seinem sechsten Geburtstag ein Messer für die Küche bekommen, das speziell für Kinder gemacht worden ist. Auf dieses Geschenk ist er mächtig stolz und verstaut es immer in seinem Schreibtisch.
Seine Mama erlaubt ihm nicht schon allein zu kochen und sagt ihm: „Es ist mir zu gefährlich wenn du alleine den Herd oder Backofen bedienst. Da bist du noch etwas zu klein, Flip.“ Das mag er überhaupt nicht hören und ist sehr beleidigt.
Einmal kommt Tobi zu Flip gelaufen und fragt ihn, ob sie gemeinsam für Gerdas Geburtstag einen Kuchen backen wollen. „Die Mama hat keine Zeit und außerdem ist es mit dir viel lustiger. Es können natürlich auch die anderen Kinder helfen, damit es schneller geht.“ Sie beschließen, dass nur Rudi und Hanne mithelfen dürfen.
Tobi zeigt seinen Freunden ein Bild von einem leckeren und großen Schokoladekuchen. „Wo ist das Rezept dazu? Ich kann doch sonst nicht backen.“ Das versteht Tobi nicht. „Mische doch einfach alles zusammen und dann in den Ofen“, meint er.
„Meine Mama bäckt die Kuchen immer nach Rezepten. Da weiß man wieviel Butter, Schokolade oder Mehl rein muss.“ Tobi antwortet unbekümmert: „ Na dann schätze es doch!“
Das will Flip nicht machen. Er schlägt seinen Freunden vor, dass er das Rezept von seiner Mama nimmt. „Dieser Schokoladekuchen schmeckt sehr gut.“ Die vier Kinder legen ihr Taschengeld für die Zutaten zusammen und gehen einkaufen.
„Wo werden wir denn backen? Meine Mama erlaubt mir nicht, alleine zu backen. Ist bei euch die Mama zuhause?“ fragt Flip seine Freunde. Es stellt sich heraus, dass Tobis Mama an diesem Vormittag nicht zuhause ist.
Also schleppen sie ihre Einkäufe zu Tobi und lassen sich in der Küche nieder. Flip nimmt das Rezept von seiner Mama und liest es den Freunden vor. „Zuerst müssen wir alles abwiege. Wo ist die Waage?“ Sie durchsuchen die ganze Küche, ziehen da und dort einen Topf heraus und finden endlich eine Waage.
In der Küche herrscht totale Unordnung. Aber die Kinder nehmen dies in ihrem Eifer nicht wahr. Flip wiegt alles ab, Tobi darf alles verrühren, Rudi darf die Schokolade schmelzen lassen und Hanne schmiert eine dicke Schicht Butter in die Kuchenform, sodass der Teig nicht in der Form kleben bleibt.
Gewissenhaft achtet Flip darauf, dass der Herd abgeschaltet ist, damit seine Mama sieht, dass er nicht mehr klein ist. Nachdem alle Zutaten verrührt sind, schütten die Vier den Teig in die Form.
Doch es stellt sich heraus, dass sie zu viel Teig zubereitet haben. Da sie die Form so voll gefüllt haben, tropft die Masse auf den Boden und auf die herumstehenden Töpfe. Flip dreht den Ofen auf und stellt die vorgeschriebene Temperatur ein.
Dann kommt der Kuchen in den Ofen, „Aaaaaah, ist das heiß!“, stöhnt Flip und lässt die Form fallen – aber Gott sei Dank landet sie am Backblech. „Glück gehabt. Jetzt müssen wir 45 Minuten warten“, erklärt Flip.
Da aber Flip von seiner Mama gelernt hat, dass man nie die Küche für längere Zeit verlässt wenn der Ofen angeschaltet ist, hüpfen die Kinder in der Küche herum. Sie nennen es Topf hüpfen und dabei müssen sie jeden Topf umrunden und nicht berühren.
Dann hören sie es zischen und schauen in den Ofen – der Teig ist so gestiegen, dass er überläuft. Die Kinder sind entsetzt, aber sie trauen sich nicht in den Ofen zu greifen.
Nach dem die Backzeit vorüber ist zieht Flip einen dicken Ofenhandschuhe an und holt die Form heraus. „Schaut der nicht super aus?“ fragtt Flip stolz. Die anderen stimmen zu. „Nur wie geht die Form auf?“ fragt sich Flip.
Sie schütteln den Kuchen, aber es nützt nichts. Dann schlägt Tobi vor: „Drehen wir die Form doch um!“ Das machen sie auch, der Kuchen fällt heraus und bricht in der Mitte. Die kleinen Bäcker sind bestürzt. Dann schütten sie den restlichen Teig in die Form und stellen diese wieder in den Ofen.
Da hören sie, wie die Türe aufgeht und Tobis Mama in die Küche kommt. Es bleibt ihr der Mund offen stehen! „Was soll diese Schweinerei?“ fragt sie wütend. „Wir backen für Gerda einen Kuchen“, erklärt Tobi „Und weil wir die Waage suchten, haben wir nur ein paar Sachen rausnehmen müssen.“
„Wir räumen jetzt alles wieder ein und reinigen die schmutzigen Töpfe. Und das ist der fertige Kuchen? Der ist dir aber gut gelungen Flip.“ Dieser bedankt sich. Die Mama schaut in den Ofen und sieht auch dort die Schweinerei.
Sie seufzt laut und sagt streng zu den Kindern: „Das nächste Mal warnt ihr mich wenn ihr bäckt. Dann richte ich her was ihr braucht. Außerdem dürft ihr nie die Form bis oben füllen“ Flip nickt und dann beginnen die Kinder alle Töpfe aufzuheben, abzuwaschen und einzuräumen.
Als der zweite Kuchen fertig ist, zeigt die Mama wie man die Form öffnet. Dann schütten sie noch eine dicke Schokoladenglasur über beide Kuchen und stecken die Kerzen auf diesen. Die Mama putzt noch den Ofen. Die Kinder gehen etwas betrübt aus der Küche und doch sind sie stolz auf ihr Werk.
Als die Kinder Gerda an ihrem Geburtstag ihren Kuchen überreichen, freut sie sich sehr und es schmeckt allen vorzüglich. Und das ist doch die Hauptsache, oder?

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