Sabine Kodatsch

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Regenwürmer

von | 18. Mrz 2022 | 0 Kommentare

Wie leben Regenwürmer?

Regenwürmer sind überwiegend nachtaktiv. Tagsüber findet man sie meist nur, wenn es stark geregnet hat. „ Dank ihrer Ring- und Längsmuskulatur sowie ihrer Borsten, mit denen sie sich im Boden festhaken, können sich Regenwürmer gut durch den Boden graben und genauso gut vorwärts wie rückwärts kriechen. Dabei ziehen sie die Ring- und Längsmuskulatur zusammen und strecken sich dann wieder.
Durch ihre Grabetätigkeit entstehen im Boden Röhren, die mit Schleim und Exkrementen ausgekleidet und stabilisiert werden. Die Röhren können bis zu 20 Meter lang sein und drei Meter oder mehr in den Boden reichen. So sorgen Regenwürmer für eine Durchlüftung des Bodens und transportieren Nährstoffe von unten nach oben. Zum anderen nehmen sie die oft sauren Stoffe des Bodens auf und neutralisieren sie durch ihre Verdauung. Und sie fressen Pflanzenteile und scheiden sie als nährstoffreichen Kot wieder aus – sie verwandeln die Pflanzenreste in kostbaren Humus. Auf diese Weise düngen sie den Boden.
Bei manchen Regenwürmer ist ein Teil des Körpers heller gefärbt. Dies liegt an einer speziellen Fähigkeit: Regenwürmer können sich sehr gut regenerieren. Wird das Hinterende des Wurms von einem Vogel mit dem Schnabel abgetrennt, wächst es wieder nach. Dieses Stück ist aber heller gefärbt und etwas dünner als der übrige Wurm.Am besten funktioniert die Regeneration, wenn die ersten 40 Körpersegmente erhalten bleiben. Fehlen mehr Segmente oder die mit dem Kopf und dem Nervenzentrum, kann sich der Wurm nicht regenerieren.“ (4)

Wie sehen Regenwürmer aus?

„Regenwürmer haben einen typischen Aufbau: Ihr Körper besteht aus zahlreichen Segmenten. Auf jedem Segment sitzen vier Paar kurze, bewegliche Borsten.
Regenwürmer wachsen, indem sie an einer bestimmten Zone am Hinterende neue Segmente bilden. Ausgewachsene Regenwürmer haben bis zu 160 Segmente. Der Wurmkörper besteht aus verschiedenen Schichten: Unter der äußersten Schicht, der Cuticula, liegt eine dünne Haut, die Epidermis, in der Sinneszellen und Drüsenzellen eingebettet sind. Mithilfe dieser Sinneszellen kann der Wurm Lichtreize und Berührungen wahrnehmen. Darunter liegt eine Schicht aus Ringmuskeln und darunter wiederum eine Schicht aus Längsmuskeln.
Am Kopfende sitzt die Mundöffnung, die von dem sogenannten Kopflappen überwölbt wird. Nach der Mundöffnung folgt die Speiseröhre mit dem Kropf und einem Muskelmagen. In diesem wird die Nahrung mithilfe von mitgefressenen Sandkörnern zermahlen. Darauf folgt der Darm, der sich bis zum After durch den Wurm zieht.
Regenwürmer besitzen ein Gehirn, das Oberschlundganglion, und Nerven sowie Blutgefäße, die durch den ganzen Körper reichen. Eine Lunge haben sie nicht: Sie atmen mit der Haut, das heißt, sie nehmen Sauerstoff über die Haut auf und geben Kohlendioxid ab. Damit diese Hautatmung funktioniert, muss die Haut immer feucht bleiben.“(4)

Wie vermehren sich Regenwürmer?

„Regenwürmer sind Zwitter, sie haben weibliche und männliche Geschlechtsorgane. Jeder Wurm besitzt am 10. und 11. Segment Hoden, die männliche Samenzellen produzieren. Im 13. und 14. Segment liegen die weiblichen Geschlechtsorgane die Eileiter und die Eileiteröffnungen. Zwischen dem 9. und 10. Segment befinden sich die Samentaschen, in denen der Wurm bei der Paarung die Spermien des Partners aufnimmt. Mit ein bis zwei Jahren sind Regenwürmer geschlechtsreif. Zu sehen ist das am sogenannten Gürtel, dem Clitellum. Es ist eine helle Verdickung zwischen dem 27 und 35. Segment.
Wenn sich zwei paarungsbereite Regenwürmer treffen, legen sie sich so aneinander, dass der Kopf jeweils zum Schwanzende des Partners zeigt. Dann scheiden die Drüsen des Gürtels ein Sekret aus, mit dem sich die Würmer aneinander festheften. Anschließend scheidet jeder Wurm Spermien aus, die in den Samentaschen des Partners gespeichert werden. Nun entsteht am Gürtel ein Schleimring, aus dem der Würmer sich langsam herausziehen. Dabei passiert der Ring die Samentaschen und die Eier werden befruchtet.
Schließlich streift der Wurm den Schleimring ganz ab, und dieser bleibt als Kokon mit den Eiern im Boden zurück. Die Entwicklung der Würmer dauert je nach Art und Temperatur unterschiedlich lang: Beim Gemeinen Regenwurm schlüpfen die jungen Würmer bei 12 Grad Celsius nach etwa 135 Tagen. Die Entwicklung kann sich auch über den Winter erstrecken. Die jungen Würmer schlüpfen dann, sobald die Bodentemperatur über zehn Grad Celsius liegt. Beim Kompostwurm schlüpfen die jungen Würmer bei 20 bis 25 Grad Celsius schon nach 16 bis 20 Tagen.“(4)

So kannst Du Regenwürmer helfen

Wenn es regnet und die Regenwürmer aus der Erde kommen, sind sie in Gefahr, denn sie liegen am Boden im Licht. Sie vertragen aber kein Sonnenlicht. Die Regenwürmer brauchen die Dunkelheit, damit sie gesund bleiben. Also, wenn Du einen Regenwurm auf der Erde siehst, helfe ihm, damit er schnell wieder unter die Erde kommt. Lege Blätter auf ihn und wenn er am Asphalt liegt, kannst Du ihn auf die Erde geben.

(4)…. https://www.kindernetz.de/wissen/tierlexikon/steckbrief-regenwurm-100.html
(5)…. https://www.tierschutzmachtschule.at/kindergarten-steckbrief-regenwurm

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